Das Bundesliga-Spiel des FC Bayern beim FC Augsburg begann am Samstagnachmittag mit einem denkwürdigen Paukenschlag. Der Rekordmeister lag nach nur acht Sekunden bereits hinten, weil Torwart Manuel Neuer einen Blackout hatte.
Die Bayern hatten Anstoß und spielten diesen zurück in die eigene Hälfte direkt auf Neuer. Die Augsburger Offensive rückte umgehend nach, sodass der 40 Jahre alte Schlussmann nicht viel Zeit hatte. Er wurde nervös und legte sich den Ball etwas zu weit vor. Dann versuchte Neuer, das Spielgerät am heranstürmenden Robin Fellhauer vorbei zu chippen.
Fellhauer schiebt den Ball ins leere TorDas ging gründlich in die Hose. Der Ball traf den Augsburger am Rücken, Fellhauer machte sich auf den Weg und traf zur Führung ins leere Tor. Während die Gastgeber ungläubig an der Eckfahne jubelten, hob Neuer entschuldigend in Richtung seiner Mannschaftskollegen die Arme.
„Schlechte Ballabnahme“, sagte Michael Ballack in der Halbzeitpause als Experte bei DAZN über Neuers Aktion: „Er wirkt da übermotiviert. Das ist natürlich ein Riesenfehler von ihm, das kann er sicherlich besser.“
Fellhauer löst Volland und Bellarabi ab
Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger sagte bei Sky zur Fehlerquote von Neuer: „In den letzten Jahren haben sich schon einige angesammelt.“ Neuer könne zwar immer noch „genial in einigen Momenten“ sein, doch so fehlerfrei wie in jüngeren Jahren spiele der Keeper nicht mehr.
Fellhauer erzielte dank des Neuer-Fehlers das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte. Der Ball überquerte die Linie nach exakt 8,4 Sekunden. Die Bundesliga bestätigte die Rekordzeit mit abgerundeten acht Sekunden.
Der Augsburger Mittelfeldspieler löste damit Kevin Volland und Karim Bellarabi ab, die beiden nach neun Sekunden getroffen hatten.
Die schnellsten Tore der Bundesliga-Geschichte
- 1. Robin Fellhauer, Augsburg, 8 Sekunden, 10.10.2026 – gegen den FC Bayern
- 2. Kevin Volland, Hoffenheim, 9 Sekunden, 22.08.2015 – gegen den FC Bayern
- 2. Karim Bellarabi, Bayer Leverkusen, 9 Sekunden, 23.08.2014 – in Dortmund
- 4. Ulf Kirsten, Bayer Leverkusen, 11 Sekunden, 30.03.2002 – gegen Kaiserslautern
- 4. Giovane Elber, Bayern München, 11 Sekunden, 31.01.1998 – gegen Hamburger SV
- 6. Paul Freier, VfL Bochum, 11 Sekunden, 24.05.2003 – gegen 1860 München
- 7. Adam Szalai, Mainz 05, 12 Sekunden, 30.03.2013 – gegen Werder Bremen
- 7. Dirk Zander, FC St. Pauli, 12 Sekunden, 12.04.1991 – gegen Karlsruher SC
- 9. Lothar Matthäus, Bayern München, 13 Sekunden, 26.04.1986 – gegen Gladbach
- 9. Leon Goretzka, Bayern München, 13 Sekunden, 15.02.2019 – in Augsburg
Sie können das Spiel hier im Liveticker verfolgen:
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke