Hannover 96 war mit großen Ambitionen in die Zweite Liga gestartet. Doch vom angepeilten Aufstieg ist der Klub nach sieben Spieltagen so weit entfernt wie von einem Sieg beim Spiel am Samstag in Magdeburg. Die erschreckend schwachen Niedersachsen verloren 0:3 (0:2) und waren damit noch gut bedient. Wer auf einen emotionalen und sportlichen Ruck unter Sandro Wagner gehofft hatte, wurde schwer enttäuscht – das Debüt des neuen Trainers wurde vielmehr zu einem klassischen Fehlstart.
Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bereits in der dritten Minute lag Wagners Mannschaft hinten, nachdem sie den Gegner zur Führung eingeladen hatte. Moritz-Broni Kwarteng (3. Minute) nutzte den Blackout von Hannovers Verteidiger Franz Roggow. Emmanuel Iyoha (30.) erhöhte für die Gastgeber noch vor der Pause.
Vor 26.502 Zuschauern gelang es dem ideenlosen Wagner-Team danach nicht, dem Spielgeschehen eine Wende zu geben, stattdessen machte Mateusz Zukowski (86.) alles klar. Magdeburg rückte mit dem Sieg auf Platz vier nach vorn, Hannover rutschte auf Rang zwölf ab.
„Wir haben uns viel vorgenommen und sind maximal unglücklich ins Spiel gestartet“, sagte Wagner bei Sky und verwies darauf, dass es viele Themen gebe, die er mit der Mannschaft zu bearbeitet habe: „Wir wollten ein gutes Spiel und ein gutes Ergebnis. Das ist uns nicht gelungen, dementsprechend traurig und sauer sind wir.“
Darmstadt besiegt Energie Cottbus
Darmstadt 98 hat mit dem zweiten Sieg den letzten Platz verlassen. Die Hessen drehten gegen Energie Cottbus einen Rückstand in ein 3:1 (1:1). Abwehrspieler Aleksandar Vukotic erlaubte sich vor dem 0:1 erst einen Fehler - und erzielte später den Treffer zum 2:1.
Beide Teams waren mit 13 Gegentoren als zwei der schlechtesten Defensiven der Liga ins Spiel gegangen. So ergaben sich auf beiden Seiten viele Chancen. Tolcay Cigerci (16.) und Butler (20.) hätten Energies Führung zeitnah ausbauen müssen. Torwart Marcel Schuhen bewahrte die Gastgeber vor Schlimmerem.
Den Cottbuser Chancenwucher bestrafte Noah Weißhaupt mit Darmstadts Ausgleich (36.) zum schmeichelhaften 1:1-Halbzeitstand. Deutlich mutigere Gastgeber belohnten sich in der 77. Minute durch Vukotics Kopfballtreffer mit der 2:1-Führung. In der 88. Minute erhöhte Yannik Lührs zum 3:1-Endstand.
Dresden gibt Führung aus der Hand
Aufsteiger VfL Osnabrück hat sich einen Punkt erkämpft. Gegen Dynamo Dresden holten die Niedersachsen nach einem langen Rückstande noch ein 1:1 (0:1) bzw. idiomatischer: „nach langem Rückstand noch ein 1:1 (0:1)“. Die Treffer vor 15.741 Zuschauern erzielten Niklas Hauptmann (38. Minute) für Dresden und Robin Fabinski (87.) für Osnabrück.
Für die Gäste blieb der erhoffte Befreiungsschlag damit aus. Dresden war lange Zeit die bessere Mannschaft, verpasste es aber, den zweiten Treffer nachzulegen. Nach und nach kippte das Spiel, und Osnabrück belohnte sich mit dem Ausgleich.
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