Borussia Dortmund geht als Tabellenführer der Bundesliga in die dreiwöchige Länderspielpause. In einer lange Zeit höhepunktarmen Partie siegte die Elf von Trainer Niko Kovac beim VfB Stuttgart 1:0 (0:0). Das entscheidende Tor erzielte Maximilian Beier in der 70. Minute. Während der BVB mit vier Siegen perfekt in die Saison startete, verharrt Stuttgart mit drei Punkten in der unteren Tabellenhälfte.
„Wir haben einfach mit Leidenschaft verteidigt. Die Null musst du erstmal halten in Stuttgart, und das haben wir über 90 Minuten stark gemacht“, sagte Matchwinner Beier, der zu den großen Verlierern der vergangenen Woche zählte. Der WM-Fahrer war von Bundestrainer Jürgen Klopp nicht für die anstehenden Länderspiele nominiert worden.
„Das Leben schreibt die schönsten Geschichten. Maxi Beier ist nicht bei der Nationalmannschaft dabei, aber heute macht er das Tor“, sagte Kovac: „Ich freue mich. Und letzten Endes zeigt es, dass wir einen tollen Kader haben, dass wir einen tollen Maxi haben, und dass er sich heute mit diesem Tor belohnt hat. Und jetzt kann er ein paar Tage frei machen und auch ins Homeoffice gehen.“
Hoeneß hatte seine Elf im Vergleich zum 1:2 bei der TSG Hoffenheim auf zwei Positionen verändert. Der nicht für die Nationalmannschaft berücksichtigte Deniz Undav begann für Dzenan Pejcinovic, Bilal El Khannouss für Ramon Hendriks. Mittelfeldantreiber Angelo Stiller war nach seiner Knieprellung rechtzeitig fit geworden. Beim BVB saß der beim 3:0 gegen Paderborn überzeugende Fabio Silva nur auf der Bank, dafür durfte Beier ran. Felix Nmecha ersetzte Jobe Bellingham.
Dem historisch torreichsten Duell der Bundesliga-Geschichte - 381 Treffer in bis dahin 112 Aufeinandertreffen – mangelte es über weite Strecken der ersten Hälfte an Torraumszenen. Die zuletzt defensiv anfälligen Stuttgarter trugen ihre Angriffe nur schleppend vor, vom BVB kam kaum mehr.
Ballkontrolle und Risikovermeidung blieben auch nach der Pause ein wichtiges Gut. Zwar durften die BVB-Fans kurz jubeln, allerdings vergeblich, weil Ethan Nwaneri bei seinem vermeintlichen Tor im Abseits stand.
Wechsel bringt BVB in die Spur
Doppelwechsel auf beiden Seiten sollten für mehr Schwung sorgen: Bellingham und Konstantinos Katseras kamen beim BVB für Nwaneri und Johannes Veerman. Pejcinovic und Jamie Leweling ersetzten Undav und Chris Führich auf VfB-Seite. Die Kovac-Entscheidung führte prompt zum Erfolg: Bellinghams flache Hereingabe drückte Beier über die Linie. Der von Klopp berufene Finn Jeltsch kam gegen den BVB-Torschützen zu spät.
Plötzlich war mehr Schwung in der Partie. Ein Konter nach einer VfB-Ecke hätte fast zum 2:0 geführt, doch der von Felix Nmecha bediente Karetsas zielte knapp rechts am Tor vorbei. Für den VfB vergab Josha Vagnoman das 1:1, wieder stand Kobels Fuß im Weg. In der Schlussphase hielt der BVB die Schwaben dann geschickt vom eigenen Tor fern und feierte einen verdienten Auswärtssieg.
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