Der Wechsel von Sandro Wagner auf die Trainerbank von Zweitligist Hannover 96 ist perfekt. Das gab der Klub am Samstagabend bekannt. Wagner unterschrieb bei den Niedersachsen einen Vertrag bis 2028. Er wird im Heimspiel gegen den VfL Bochum am Sonntag aber noch nicht auf der Trainerbank sitzen, sondern seine Arbeit in der niedersächsischen Landeshauptstadt erst in der dreiwöchigen Länderspielpause aufnehmen. Gegen Bochum wird das Team von Interimstrainer Lars Barlemann betreut.
„Hannover 96 ist ein Klub mit Wucht – mit einer großen Tradition, einer sehr lebendigen Fankultur und einem erfolgshungrigen Umfeld“, sagte Wagner. Er freue sich sehr auf die Aufgabe: „Wir wollen mutig und geschlossen als Einheit agieren.“
Wagner tritt die Nachfolge von Christian Titz an. Die als Aufstiegskandidat gehandelten Niedersachsen hatten zuvor von den ersten fünf Spielen der Saison nur eines gewonnen. Nach der Niederlage beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Freitag wurde Titz, der bei Hannover noch einen Vertrag bis 2027 hatte, als Trainer entlassen. In der Vorsaison hatte Titz mit Hannover 96 den Aufstieg in die Bundesliga als Tabellenvierter knapp verpasst.
Wagners frühes Aus in Augsburg
Nachdem einige derzeit vereinslose Trainer wie der ehemalige St.-Pauli-Coach Alexander Blessin, der frühere Kapitän Steven Cherundolo und der ehemalige Bielefelder Mitch Kniat als mögliche Titz-Nachfolger genannt wurden, fiel nun die Entscheidung zugunsten von Wagner.
Wagner, der als Spieler unter anderem für den FC Bayern München, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen aktiv war, begann seine Trainerkarriere in der Regionalliga bei der Spielvereinigung Unterhaching.
Nach seinem Engagement in Unterhaching arbeitete Wagner als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei der deutschen Nationalmannschaft. Zur Bundesliga-Saison 2025/26 übernahm der 38-Jährige dann den Posten als Cheftrainer beim FC Augsburg. Dort scheiterte er allerdings krachend. Nach einem missglückten Saisonstart wurde er bereits im Dezember 2025 wieder entlassen.
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