Fünf Monate nach einem Schwimmwettbewerb durch den Bosporus in Istanbul ist ein vermisster russische Schwimmer tot aufgefunden worden. Vor zwei Tagen sei eine Leiche in der türkischen Meerenge gefunden worden, dabei handele es sich um den Schwimmer Nikolai Swetschnikow, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zu dem Schluss seien die Behörden nach einem DNA-Abgleich mit dessen Eltern gekommen.
Im August hatte der damals 30-jährige Setschnikow am jährlichen Wettbewerb „Bosphorus Cross Continental Swim“ teilgenommen, war aber nicht angekommen. Tagelang hatten die Küstenwache sowie Freunde und Verwandte das Ufer nach dem Vermissten abgesucht.
Am 24. August des vergangenen Jahres starteten rund 2.800 Athleten in das 6,5 Kilometer lange Rennen durch den Bosporus. Die Meerenge vor Istanbul trennt Asien und Europa, was dem Rennen eine besondere Bedeutung verleiht. Dafür wird die Passage sogar für den Schiffsverkehr gesperrt. Unter den Teilnehmern: der 30-jährige Nikolai Swetschnikow.
Küstenwache war im Einsatz
Der Wettbewerb gilt als herausfordernd – in der Meerenge, die das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet, müssen die Schwimmer mit starker Strömung und Wellengang rechnen. Das Rennen wurde zwei Stunden nachdem der letzte Teilnehmer gestartet war für beendet erklärt. Schwimmer, die sich dann noch im Wasser befinden, wurden von den an der Strecke platzierten Sicherheitsposten aus dem Wasser gezogen. Von Swetschnikow fehlte jedoch jede Spur. Auch die eingesetzten Schiffe der Küstenwache konnten den Russen nicht finden.
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Nach dem Rennen berichtete ein anderer russischer Teilnehmer, dass er Swetschnikow schon auf der ersten Hälfte der Strecke überholt habe. Swetschnikow sei langsam im Bruststil geschwommen, habe immer wieder angehalten. Fünf Monate später gibt es jetzt die traurige Gewissheit.
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