Diese Rückkehr kommt früher als geplant. Victor Boniface trifft nicht erst am kommenden Samstag mit Leih-Klub Werder Bremen in Leverkusen ein, sondern schon Mitte der Woche. Und der 25-Jährige reist auch nicht nach dem Bundesliga-Spiel (15.30 Uhr, Sky) bei Bayer wieder ab, sondern bleibt für Monate. Der Stürmer absolviert seine Reha nach erneuter Knie-Operation in der BayArena.

Vor zehn Tagen hat sich Boniface in Innsbruck dem Eingriff unterzogen – schwerer Knorpelschaden im rechten Knie. Die Operation bei Professor Christian Fink lief nach Informationen dieser Redaktion sehr gut. Trotzdem wird der Nigerianer in dieser Saison voraussichtlich kein Pflichtspiel mehr absolvieren – davon geht man bei Werder und bei Bayer aus.

Es ist ein Drama, das sich um Boniface abspielt. 2019 und 2020 fiel er jeweils mit Kreuzbandrissen aus. Anfang 2024 fehlte er in Leverkusens Meister-Saison lange wegen einer Adduktorenverletzung. Jetzt kosten ihn die andauernden Knieprobleme den Neustart bei Werder.

Die Reha zieht er in Leverkusen durch, weil er ab Sommer wieder beim Werksklub unter Vertrag steht. Die Werder-Leihe wurde aber nicht abgebrochen. Derzeit ist der Torjäger krankgeschrieben, die Berufsgenossenschaft übernimmt während der Ausfallzeit das Gehalt.

Victor Boniface wird erst im Frühjahr wieder trainieren

Allerdings wird Boniface entgegen der bisherigen Annahme doch noch einmal zu Werder zurückkehren. Weil die Prognose nach der Operation positiv war, ist derzeit davon auszugehen, dass er im Frühjahr auf den Trainingsplatz zurückkehren kann. Das wäre wegen der bestehenden Leihe in Bremen der Fall.

Im Sommer soll es für Boniface den echten Neuanfang geben. Gesund, in einem ganz neuen Verein, womöglich in einer anderen Liga. Bayer-Sportchef Simon Rolfes sagt: „Boni wird für immer unser Meisterspieler bleiben.“ 2023/24 gehörte Boniface zu der Elf, die in der Hinrunde wie eine unaufhaltsame Maschine durch die Liga marschierte und den Grundstein für die erste Meisterschaft des Klubs und die erste Saison einer deutschen Mannschaft ohne Bundesliga-Niederlage legte.

Das Bayer-Trikot wird der bullige und zugleich technisch starke Angreifer voraussichtlich trotzdem nicht mehr tragen. Nach seiner Adduktorenverletzung vor zwei Jahren hat er nie mehr an die Top-Leistungen anknüpfen können. An ein für beide Seiten zufriedenstellendes Comeback in Leverkusen fehlt der Glaube.

Nachdem Anfang 2025 ein Wechsel nach Saudi-Arabien für 60 Millionen Euro Ablöse und einem zweistelligen Netto-Gehalt für Boniface erst im letzten Moment gescheitert war, ist nach der erneuten Knieverletzung nur noch mit einer geringen Ablöse zu rechnen.

Den wirtschaftlichen Verlust kann Bayer verschmerzen. Der Stürmer war 2023 für rund 20 Millionen Euro von Union Saint-Gilloise gekommen. Mit dem Double-Gewinn hatte sich der Transfer schon nach einem Jahr ausgezahlt.

Jetzt hilft Bayer, den Meister-Helden wieder auf die Beine zu bringen.

Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, „Bild“, „Sport Bild“) erstellt und zuerst in „Sport Bild“ veröffentlicht.

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