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Wenn ein Angehöriger stirbt, bleibt kaum Zeit zum Nachdenken. Im Schock müssen viele Entscheidungen getroffen werden – für viele ein Ausnahmezustand, für May Hansen Alltag.
May Hansen ist Deutschlands beste Nachwuchs-Bestatterin und begleitet Menschen in den schwersten Momenten ihres Lebens © BDB

 

Ich mache alles, was ich will. Ist mir egal, was andere Leute dazu sagen

23 Zentimeter tief muss das Erdloch in der Prüfung sein. Ausgehoben mit der Schaufel. Per Hand. „Grabaushub“ heißt das in der Fachsprache und ist Teil der Ausbildung zur Bestatterin, erzählt May Hansen im stern-Podcast „Die Boss – Macht ist weiblich“. Die 23-Jährige gehört zu den besten ihres Fachs, 2025 hat sie sogar die Deutsche Meisterschaft im Bestatter-Handwerk gewonnen. 

Dass sie den Beruf ergriffen hat, war ursprünglich nicht geplant. „Ich wollte immer Hochzeitsplanerin werden und bin jetzt einfach in einem anderen Event gelandet“, erzählt sie der Podcast-Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne.  

In ihrer Ausbildung habe sie schnell gemerkt, wie vielfältig der Beruf sei, und dass immer mehr junge Frauen diesen Weg wählten. Mehr als 200 Auszubildende hat es in ihrem Jahrgang gegeben, die meisten davon sogar weiblich.

Bei "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (u.a. Siemens Energy und Henkel) trifft  Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. "Die Boss" erscheint alle zwei Wochen immer mittwochs auf stern.de  sowie auf RTL+ und allen gängigen Podcast-Plattformen. Abonnieren Sie den Podcast und verpassen Sie auch künftig keine Folge mehr. 

Probleme, ihren Lebensunterhalt in einem Job zu verdienen, der dort anfängt, wo das Leben von Menschen endet, hat sie nicht. Im Gegenteil: Der Job berührt sie sehr. Es gibt viele unterschiedliche Formen von Trauer. „Schöne Erinnerungen am Grab eines geliebten Menschen könnten durchaus auch zu einem herzhaften Lachen führen“, sagt May Hansen. „Man muss nicht die ganze Zeit voller Tränen sein.“

Wichtig sei, den richtigen Umgang mit der Situation zu finden, auch wenn sie schwierig sei. Der Umgang mit Angehörigen, die sich über die Art und Weise der Bestattung zerstreiten, kann herausfordernd sein: „Wir sind keine Familientherapeuten“, sagt sie. Der Wille des Verstorbenen steht an Nummer eins.

Sie selbst, verrät sie, spare übrigens nicht für einen schönen Sarg. Stattdessen gönne sie sich lieber am Wochenende ein schönes Hotel mit ihrem Freund. Denn eines habe ihr Beruf sie gelehrt: das Leben im Jetzt und Hier zu genießen. „Ich mache alles, was ich will. Ist mir egal, was andere Leute dazu sagen.“

Wie May Hansen in Krisensituationen reagiert, warum sie selbst eine Erdbestattung möchte und was sich hinter der alternativen Bestattungsform „alkalische Hydrolyse“ verbirgt, können Sie hier hören. Noch mehr starke Geschichten von Bossinnen aus Wirtschaft, Sport, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft? Abonnieren Sie einfach den Podcast und verpassen auch künftig keine Folge mehr. 

Bei „Die Boss – Macht ist weiblich“ sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem Siemens Energy, Henkel und Präsidentin der American Chamber of Commerce Germany) trifft Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. „Die Boss“ erscheint vierzehntägig immer mittwochs auf stern.de  sowie auf RTL+ und allen gängigen Podcast-Plattformen. 

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