Nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran steigt der Ölpreis wieder. Wie wird sich die von Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus auswirken?

Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. In der Nacht zum Montag (MESZ) lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar. 

Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht zum Montag wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Trump kündigt Blockade von Schiffen in Straße von Hormus an

Für diesen Montag hat das US-Militär auf Anordnung von Präsident Donald Trump eine Blockade von Schiffen in der Straße von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde. Die Blockade soll um 16.00 MESZ beginnen.

Trump will mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Dementsprechend ist die Straße von Hormus auch für Teheran enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.

Seit Kriegsbeginn waren die Preise nach oben geschossen. Als am Mittwoch die zweiwöchige Waffenruhe verkündet worden war, war der Preis für die Sorte Brent mit fast 90 Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt.

dpa

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