Die Umfragen im Nachbarland verheißen nichts Gutes. Im kommenden Jahr wählt Frankreich ein neues Oberhaupt, und Umfragen zufolge gibt es einen großen Favoriten auf das Amt des Präsidenten: den Kandidaten des rechten Rassemblement National (RN).
Die Aussicht auf einen rechtsradikalen Präsidenten bestürzt auch einige aus Frankreichs Fußballszene, allen voran Superstar Kylian Mbappé. In einem Interview mit „Vanity Fair“ sagte er: „Ich weiß, was das bedeutet und welche Folgen es für mein Land haben kann, wenn Menschen wie sie an die Macht kommen.“
Die Spitze des Weltklassestürmers gegen den RN kam in der Parteiführung alles andere als gut an. Der Vorsitzende Jordan Bardella jedenfalls feuerte umgehend gegen Mbappé, der Paris St. Germain 2024 verlassen hatte, um für Real Madrid zu spielen, zurück. „Ich weiß, was passiert, wenn Kylian Mbappé PSG verlässt: Der Verein gewinnt die Champions League! (Und vielleicht bald ein zweites Mal)“, schrieb Bardella in den sozialen Medien – und nahm damit Bezug auf den Triumph von PSG in der Fußball-Königsklasse vor einem Jahr.
Le Pen reagiert zynisch
Auch in dieser Saison hat der Verein das Champions-League-Finale erreicht – abermals ohne Mbappé. Am 30. Mai trifft die Mannschaft von Trainer Luis Enrique in Budapest auf den FC Arsenal und geht als großer Favorit in das Endspiel (18.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT).
Die Parteipatriarchin der RN, Marine Le Pen, reagierte inzwischen auch auf den kritischen Einwurf des Nationalstürmers. Es sei beruhigend, dass Mbappé nicht wolle, dass ihre Partei gewinne, sagte die 57-Jährige dem Radiosender RTL.
Seine eigene Strategie, PSG zu verlassen, um bei Real Madrid zu gewinnen, habe nicht funktioniert: „Ehrlich gesagt glaube ich, dass Fußballfans unabhängig genug sind, um zu wissen, wen sie wählen sollen, ohne sich von Mbappé beeinflussen zu lassen.“
Noch ist unklar, ob Bardella oder Le Pen bei der kommenden Wahl für den RN antreten werden.
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