Die iranischen Behörden haben die Beschlagnahmung mutmaßlicher Immobilien des im Exil lebenden regierungskritischen Ex-Fußballstars Ali Karimi angeordnet. Der frühere Mittelfeldspieler des FC Bayern München sei ein „Verräter des Heimatlandes, der seit Jahren umfangreich bei der Unterstützung des Feindes aktiv ist“, begründete die Justiz-Nachrichtenagentur „Misan“ den Schritt am Montag. Zwei Gewerbe- und vier Wohnimmobilien Karimis seien „identifiziert und auf gerichtliche Anweisung beschlagnahmt worden“.

Der frühere Kapitän der iranischen Fußball-Nationalmannschaft hatte sich in den vergangenen Jahren in Onlinediensten immer wieder kritisch zur politischen Lage in seiner Heimat geäußert und Proteste gegen die Machthaber in Teheran unterstützt. 2022 hatte er den Iran verlassen und lebt seither im Exil. Im selben Jahr wurde er von den Behörden seines Heimatlandes in Abwesenheit wegen Unterstützung der Massenproteste nach dem Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini angeklagt.

Nach einer weiteren regierungskritischen Protestwelle zum Jahreswechsel und seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel hatte die iranische Justiz immer wieder damit gedroht, den Besitz von als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuften Menschen zu beschlagnahmen.

Irans Nationalelf wartet auf Visa

Die USA haben der iranischen Fußball-Nationalmannschaft nach Angaben aus Teheran noch keine Visa erteilt, um an der Weltmeisterschaft in diesem Sommer teilzunehmen. Das Team fahre Ende der Woche zunächst für 10 bis 15 Tage in die Türkei und hoffe, dass die Visa in der Zwischenzeit ausgestellt werden, sagte der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, dem TV-Sender Nasim. „Denn sie haben noch niemandem ein Visum erteilt, und es verzögert sich sehr“, sagte er.

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Tadsch sagte weiter, er strebe zuvor noch ein Treffen mit Fifa-Chef Gianni Infantino und Fifa-Generalsekretär Mattias Grafström in Zürich an, um über die Angelegenheit zu beraten. Denkbar sei auch ein Treffen mit den Fifa-Vertretern in der Türkei.

Zuvor hatte Tadsch den Weltverband scharf kritisiert und Bedingungen für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft gestellt. Der Iran will unter anderem sicherstellen, dass es bei den Spielen keine politischen Kommentare gegen die Mannschaft oder den Verband gibt.

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