Der von Saudi-Arabien unterstützten LIV-Tour für Golfprofis droht das finanzielle Aus. Nach übereinstimmenden Berichten des „Wall Street Journal“ und von CNBC werde der staatliche Investmentfonds PIF die Golf-Liga ab der kommenden Saison nicht mehr mit Milliarden an US-Dollar finanzieren. Am frühen Nachmittag meldete der Sender „Sky“, LIV Golf habe bestätigt, „dass der saudische Staatsfonds die Tour künftig nicht mehr finanziell unterstützen wird“.
Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass die LIV-Tour plane, diese Entscheidung ihren Spielern um Superstars wie Jon Rahm und Bryson DeChambeau in Kürze mitzuteilen. Der „Telegraph“ berichtet indes, dass Spieler und Mitarbeiter bereits am Mittwoch von Geschäftsführer Scott O'Neil informiert wurden. Auch der deutsche Profi Martin Kaymer spielt auf der LIV-Tour. LIV Golf äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.
CNBC meldete, dass die Golf-Liga an diesem Donnerstag Einzelheiten zu ihrem strategischen Kurs bekannt geben wolle. Die Tour sei weiter auf der Suche nach neuen Finanzpartnern. Bislang hat sich die LIV-Tour, die 2021 gegründet wurde, dazu nicht geäußert.
Die Verluste der LIV-Tour sollen horrend sein
Die LIV-Tour unterzeichnete 2023 eine Rahmenvereinbarung mit der US-amerikanischen PGA Tour und der europäischen DP World Tour für eine mögliche Zusammenarbeit. Konkrete Ergebnisse gab es aber bisher nicht.
Der Geschäftsführer der LIV-Tour, Scott O'Neil, hatte vor zwei Wochen während eines Turniers in Mexiko-Stadt erklärt, dass die Finanzierung bis zum Saisonende 2026 gesichert sei. Anfang der Woche teilte die LIV-Tour mit, dass das vom 25. bis 28. Juni geplante Turnier in Louisiana auf den Herbst verschoben wird. Das nächste Turnier ist für den 7. bis 10. Mai im Trump National Golf Club in Washington geplant.
Anfang dieses Monats tauchten erstmals Spekulationen auf, wonach die abtrünnige Tour aufgrund des möglichen Rückzugs des saudischen Staatsfonds Saudi Public Investment Fund kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Die Liga, die Milliarden saudischer Dollar ausgegeben hat, um viele der weltbesten Spieler von der PGA-Tour abzuwerben, werde „strategische Alternativen prüfen“, um den Betrieb fortzusetzen, berichtete CNBC. Dem „Telegraph“ zufolge macht LIV monatlich Verluste in Höhe von 86 Millionen Euro.
Die jüngsten Spekulationen kommen nun auf, nachdem der saudische Fonds eine neue Fünfjahresstrategie zur Reorganisation seiner Investitionen vorgestellt hat – eine Ankündigung vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten. Zwar dürfte der Sport im Sektor Tourismus, Reise und Unterhaltung enthalten sein, aber die explizite Auslassung der LIV-Tour sorgte in der globalen Sportwelt für besondere Beachtung. Zudem soll primär national investiert werden.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke