Vor einer Live-Übertragung bei Olympia hat eine Reporterin zu tief ins Glas geschaut. Sie entschuldigt sich bei den Zuschauern – auch Australiens Premier äußert sich.

Die australische Journalistin Danika Mason hat mit einem beschwipsten Bericht über die Olympischen Winterspiele in Norditalien für Aufsehen gesorgt. Auf Social Media kursierte ein Clip der betrunkenen Reporterin, die vor allem für ihre Berichterstattung über die National Rugby League in Australien bekannt ist.

Darin ist Mason bei einer Live-Übertragung des Senders Channel 9 in der Frühstücksshow „Today“ zu sehen. Sie hat Schwierigkeiten, sich zu artikulieren, und spricht über den Kaffeepreis vor Ort und über Leguane: „Der Preis für Kaffee hier ist eigentlich in Ordnung, es ist eher der Preis für Kaffee in den USA, an den wir uns gewöhnen müssen. Bei den Leguanen bin ich mir nicht sicher, wo soll das hinführen?“ Offenbar bezieht sie sich damit auf Kommentare aus dem Studio, ihr Gedankengang lässt sich in dem Clip jedoch nur schwer nachvollziehen.

Der Rest von Masons Bericht dreht sich um Rugby-Ereignisse in ihrer Heimat. Auch dabei lallt sie und verwechselt die USA mit UK.

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Ihr Auftritt sorgte im Studio in Australien offenbar für Erheiterung: Das Lachen von „Today“-Moderator Karl Stefanovic ist in dem Clip zu hören. „Das kalte Wetter ist schon eine Sache, oder?“, sagte er anschließend. „Man kann seine Lippen kaum bewegen.“

In den sozialen Netzwerken sorgte der Auftritt für gemischte Reaktionen. Viele Nutzer amüsierten sich darüber, andere warfen Mason mangelnde Professionalität vor.

Reporterin entschuldigt sich nach Olympia-Bericht

Bei ihrem nächsten Auftritt in der „Today“-Show am Donnerstagmorgen dankte Mason Zuschauern, die ihr besorgte Nachrichten geschickt hatten, und entschuldigte sich. Es gehe ihr gut, der Auftritt sei ihr nur ein wenig peinlich.

„Ich habe die Situation völlig falsch eingeschätzt, ich hätte nichts trinken sollen, vor allem nicht unter diesen Bedingungen – es ist kalt, wir sind in großer Höhe, und dass ich nichts gegessen hatte, hat wahrscheinlich auch nicht geholfen“, sagte die Journalistin. „Aber ich übernehme die volle Verantwortung dafür. Das entspricht nicht den Standards, die ich mir selbst gesetzt habe.“

„Today“-Moderatorin Jenny Azzopardi zeigte sich verständnisvoll und sagte: „Wir wissen, wie hart du arbeitest, Danika.“ Moderator Stefanovic nannte Mason eine „Legende“.

Das sagt Australiens Premier

Wie die BBC berichtet, schaltete sich auch Australiens Premierminister Anthony Albanese in die Debatte um Masons Bericht ein. Er sei „pro-Danika“, so der Regierungschef und Vorsitzende der Australian Labor Party.

„Gut für sie. Sie ist gerade in Italien und muss müde sein“, sagte er und fügte hinzu: „Das liegt an der Zeitverschiebung, die hatte sicher einen Einfluss. Hier gibt es nichts zu sehen.“

lw

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