Destanee Aiava gehört eigentlich maximal zur zweiten Reihe im Damen-Tennis. Ihre größten Erfolge feierte sie auf der kleineren ITF-Tour, bei Grand Slams kam sie nie weiter als Runde drei. Nun aber hat sich die Australierin mit einem Social-Media-Posting auf die ganz große Bildfläche ihres Sports gespielt. Darin verkündet Aiava ihr Karriereende zum Ende des Jahres – und rechnet beispiellos mit ihrem Sport ab.
„Fuck you an einen Sport, der sich hinter sogenannten vornehmen und gentlemanartigen Werten versteckt“, schrieb die 25-Jährige auf Instagram. „Hinter den weißen Outfits (die in Wimbledon traditionell getragen werden, d. Red.) und den Traditionen findet sich eine Kultur, die rassistisch, frauenfeindlich, homophob und feindselig gegenüber allen ist, die nicht in das Schema passen.“ Auch an Hater in den sozialen Medien, und all jene, die „mir das Gefühl gaben, weniger wert zu sein“, sendete Aiava ein „Fuck you“.
Ihren Job, der sie 2017 als höchste Position mal auf Platz 147 der Weltrangliste spülte, bezeichnete Aiava als „toxischen Partner“. Sie habe trotzdem weitergespielt, teilweise, um ihre Unterstützer nicht zu enttäuschen, teilweise, weil sie Angst vor einem Neustart hatte, teilte die Australierin, die nach eigenen Angaben seit über 20 Jahren gespielt hat, weiter mit. „Ich wusste auch nicht, wer ich abseits des Tennis war und was meine wahre Passion war.“
Ende des Jahres wagt Aiava nun den Neustart. Nach ihrer Tennis-Karriere werde sie „von null anfangen“. „Aber das ist besser als ein fehlausgerichtetes Leben oder von dauerhaften Vergleichen und Selbstverlust umgeben zu sein“, schrieb Aiava. In den Kommentaren bekam sie viel Zuspruch, die frühere US-Open-Gewinnerin Sloane Stephens etwa sendete drei rote Herzen.
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