Der FC Bayern München hat den Angriff von Borussia Dortmund an der Spitze der Bundesliga souverän pariert. Der Tabellenführer gewann mit 3:0 (2:0) beim Krisenclub Werder Bremen und stellte den alten Sechs-Punkte-Abstand auf den Verfolger wieder her.

Der BVB hatte am Vorabend überzeugend gegen den FSV Mainz 05 gewonnen (4:0) und fordert die Bayern in zwei Wochen am 28. Februar im Topspiel heraus. Vorerst ist aber kein weiteres Herankommen an den Titelverteidiger, auch weil Torjäger Harry Kane vor 41.800 Zuschauern im Weserstadion bereits zum siebten Mal in dieser Bundesliga-Saison ein Doppel- oder Dreierpack gelang. Der Engländer traf in der 22. Minute per Foulelfmeter und in der 26. Minute per Distanzschuss. Nach der Pause machte Leon Goretzka (70.) alles klar.

Die Bremer spielten zwar zeitweise sehr mutig, blieben bei der Heimspiel-Premiere ihres neuen Trainers Daniel Thioune aber auch im zwölften Spiel nacheinander sieglos. Der letzte Sieg gegen die Bayern im Weserstadion ist sogar schon fast 20 Jahre her. Er gelang am 21. Oktober 2006, als die Spieler noch Diego, Tim Wiese oder Torsten Frings hießen.

Um daran etwas zu ändern, hatte sich Thioune eine Strategie ausgedacht, die ganz auf Bissigkeit und Konter setzte. Den schnellen Justin Njinmah stellte er auf die rechte Außenbahn, den laufstarken Marco Grüll ins Sturmzentrum. Das funktionierte in den ersten zehn Minuten und kurz nach Kanes Doppelschlag auch sehr ansehnlich, weil Felix Agu im Strafraum nur knapp eine Hereingabe von Puertas verpasste (6.) und auch Njinmah (29.) und erneut Agu (40.) zu guten Abschlüssen kamen.

Gegen diese Bayern reicht das aber nicht. Wie ein Uhrwerk zog der Rekordmeister nach den ersten Minuten seine Dominanz auf und legte sich den Gegner zurecht.

Dabei half ihnen auch, dass bei der ersten wirklich gefährlichen Strafraum-Situation der VAR eingriff. Lennart Karl war im Strafraum von Senne Lynen zu Fall gebracht worden, Schiedsrichter Bastian Dankert ließ aber zunächst weiterspielen. Erst nach dem schnellen Studium der Videobilder entschied er auf Strafstoß.

Kane legte das schnelle 2:0 nach, Luiz Diaz vergab bei einem Konter frei vor Werder-Torwart Mio Backhaus das mögliche 3:0 (29.). Bis zur Halbzeit hatten die Münchner alles im Griff.

Nach der Pause kam aber noch einmal eine neue Dynamik in dieses Spiel. Die Bayern mussten ihren Torwart Manuel Neuer wegen Wadenproblemen durch Jonas Urbig ersetzen. Die Bremer wechselten mit ihrem Zehn-Millionen-Euro-Einkauf Samuel Mbangula einen weiteren schnellen Spieler ein.

Werder spielte nun noch forscher als zu Beginn der Partie. Grüll traf per Kopfball nur den Pfosten (47.). Romano Schmid scheiterte aus kurzer Distanz am stark reagierenden Urbig (64.).

Gerade als es so aussah, als würde den Bayern die Kontrolle über dieses Spiel entgleiten, traf Goretzka per Distanzschuss von der Strafraumgrenze. Alphonso Davies, Luis Diaz und der eingewechselte Jamal Musiala hatten den Angriff sehenswert über die linke Seite eingeleitet.

Von Werder kam danach nicht mehr viel. Die nötigen Punkte im Abstiegskampf müssen die Bremer nun in den beiden Kellerduellen beim Vorletzten FC St. Pauli und gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim holen.

VfB Stuttgart - 1. FC Köln 3:1 (1:0)

Der VfB Stuttgart hat sich dank Doppelpacker Ermedin Demirovic erfolgreich auf seinen Europapokal-Hit bei Celtic Glasgow eingestimmt. Unter Flutlicht setzte sich der DFB-Pokalsieger mit 3:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln an diesem Samstagabend durch und meldete sich eine Woche nach dem 1:2 beim FC St. Pauli im Rennen um die Champions-League-Ränge zurück.

Vor 60.000 Zuschauern schoss Ermedin Demirovic die Schwaben mit seinen beiden Treffern (15./84. Minute) zumindest bis Sonntag auf Tabellenplatz vier in der Fußball-Bundesliga. Deniz Undav machte in der Nachspielzeit alles klar (90.+2). RB Leipzig kann mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg aber noch an den Stuttgartern vorbeiziehen.

Nach der Führung aus der ersten Hälfte drohte den Schwaben kurzzeitig der nächste Dämpfer, weil Ragnar Ache einen VfB-Fehler im Spielaufbau bestrafte und ausglich (79.). Doch dann ließen Demirovic und Undav die Stuttgarter jubeln, die am Donnerstag beim schottischen Traditionsverein in Glasgow die Basis für den erhofften Achtelfinal-Einzug in der Europa League legen möchten.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 3:0 (2:0)

Eintracht Frankfurt hat den ersten Sieg in diesem Jahr gefeiert und dem neuen Trainer Albert Riera eine gelungene Heimpremiere in der Fußball-Bundesliga beschert. Die Hessen besiegten Borussia Mönchengladbach mit 3:0 (2:0) und verschärften damit die Abstiegssorgen des Rivalen vom Niederrhein.

Vor 59.000 Zuschauern erzielten Nathaniel Brown in der 24. Minute, Ayoube Amaimouni-Echghouyab (34.) und Ansgar Knauff (75.) die Tore für die zuvor seit neun Pflichtspielen sieglose Eintracht, die sich in der Tabelle mit 31 Punkten auf den siebten Platz schob. Die Borussia, die nun seit sechs Partien auf einen Erfolg wartet, hängt mit 22 Zählern weiter im unteren Tabellenmittelfeld fest. Das Polster auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt nur drei Punkte.

HSV - Union Berlin 3:2 (2:1)

Der HSV hat seinem ehemaligen Cheftrainer Steffen Baumgart die Rückkehr ins Volksparkstadion verdorben. Unter seinem Nachfolger und früheren Assistenten Merlin Polzin kam der HSV gegen Baumgarts aktuellen Klub 1. FC Union Berlin zu einem verdienten 3:2 (2:1) und baute seine Serie auf fünf Spiele ohne Niederlage aus. Die Berliner warten auch im siebten Spiel weiter auf den ersten Sieg in 2026.

Auch vom überraschenden Rückstand durch den verwandelten Foulelfmeter des Berliners Leopold Querfeld (28.) ließ sich der 1887 gegründete HSV in seinem 1.887 Bundesliga-Spiel nicht irritieren. Ransford Königsdörffer (35.) und Nicolas Capaldo (45.+2) mit seinem Premieren-Treffer sorgten für die Pausen-Führung. Königsdörffer (82.) baute den Vorsprung mit seinem vierten Saisontor aus. Andrej Ilic (89.) gelang für Berlin nur noch der Anschluss.

Durch den Erfolg zog der Aufsteiger in der Tabelle bei einem Spiel weniger an den Berlinern vorbei und sind vorerst in sichereren Tabellengefilden.

1899 Hoffenheim - SC Freiburg 3:0 (0:0)

Die TSG 1899 Hoffenheim hat auch im Geduldsspiel gegen den SC Freiburg ihre Champions-League-Ambitionen untermauert. Die hoch überlegene Mannschaft von Trainer Christian Ilzer setzte sich im badischen Bundesliga-Duell mit 3:0 (0:0) durch. Fisnik Asllani (46. Minute), Ozan Kabak (51.) und Valentin Gendrey (90.+5) trafen vor 22.679 Zuschauern im Sinsheim.

Mit dem achten Heimsieg in Serie stellte der Tabellendritte einen Vereinsrekord auf - und gewann erstmals seit September 2018 wieder zu Hause gegen Freiburg. SC-Chefcoach Julian Schuster sah die Lehrstunde wegen seiner Gelb-Sperre von der Tribüne aus und wurde an der Seitenlinie von seinem Assistenten Lars Voßler vertreten.

Bayer Leverkusen - FC St. Pauli 4:0 (2:0)

Elf Tage nach dem Sieg im DFB-Pokal hat Bayer Leverkusen auch in der Bundesliga gegen den FC St. Pauli gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand setzte sich souverän mit 4:0 (2:0) gegen die Hamburger durch und sammelte wichtige Zähler im Kampf um einen Champions-League-Platz. St. Pauli unter Alexander Blessin steckt nach der 13. Niederlage in diese Bundesliga-Saison indes weiter tief im Tabellenkeller.

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften Leverkusener Arena stellten Jarell Quansah (13. Minute) und Patrik Schick (14.) mit einem frühen Doppelschlag die Weichen auf Sieg. Edmond Tapsoba (52.) mit dem dritten Kopfballtor der Partie und Ernest Poku (78.) machten alles klar. St. Pauli bleibt damit Vorletzter.

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