Die Handball-EM hat für Kroatiens Nationaltrainer Dagur Sigurdsson doch noch einen versöhnlichen Abschluss gefunden. Der frühere Coach der DHB-Auswahl setzte sich mit seiner Mannschaft im Spiel um Bronze mit 34:33 (17:14) gegen Island durch und holte ein Jahr nach WM-Silber die nächste Medaille bei einem Großturnier. Auch das Duell in der Hauptrunde hatte Kroatien mit einem Tor Unterschied gewonnen.
Vor zehn Jahren hatte Sigurdsson Deutschland zu EM-Gold geführt. Ausgerechnet gegen das DHB-Team verlor Kroatien am Freitag im Halbfinale. Zuvor hatte Sigurdsson in einer bemerkenswerten Wutrede die enge Spieltaktung und Reisestrapazen für sein Team angeprangert. Die Europäische Handballföderation kündigte Anpassungen der künftigen Spielpläne an.
Die Isländer, die Topfavorit Dänemark in der Vorschlussrunde bis zum Ende einen Kampf auf Augenhöhe geliefert hatten, müssen hingegen auf ihre zweite EM-Medaille nach Bronze 2010 warten. Seit Jahren handeln Experten die Nordeuropäer um die Bundesliga-Spieler Omar Ingi Magnusson und Gisli Kristjansson als „goldene Generation“. Die hohen Erwartungen konnte der Inselstaat aber bislang nicht erfüllen.
Wolff und Golla im All-Star-Team
Ehrung für starke EM-Auftritte: Mit Andreas Wolff und Johannes Golla stehen gleich zwei deutsche Handballer im All-Star-Team der Europameisterschaft. Wolff wurde bei der Fan-Abstimmung zum besten Torwart des Turniers gewählt, Kapitän Golla zur Nummer eins am Kreis. Für den 34 Jahre alten Wolff ist es bereits die dritte EM-Auszeichnung dieser Art nach 2016 und 2024.
Auch der deutsche Endspielgegner Dänemark ist mit zwei Spielern im Top-Team der Endrunde vertreten. Simon Pytlick vom Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt wurde zum besten linken Rückraumspieler gewählt, Welthandballer Mathias Gidsel vom deutschen Meister Füchse Berlin zum wertvollsten Spieler (MVP) der EM.
Gleich zwei Auszeichnungen gab es für Portugals Jungstar Francisco Costa. Der 20-Jährige ist der beste rechte Rückraumspieler und der beste Nachwuchsspieler des Turniers. Zum Top-Spielmacher der EM wurde der Isländer Gisli Kristjansson vom Champions-League-Sieger SC Magdeburg gekürt.
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