Freddy Schott hat als erste Deutscher seit 2024 ein Turnier auf der DP World Tour gewonnen. Der Düsseldorfer Golfprofi gewann das Event in Bahrain und strich einen Siegerscheck von 467.500 Dollar ein.
Schotts Sieg darf durchaus als Sensation gewertet werden. Der 24-Jährige ist zum einen nur die Nummer 436 der Weltrangliste, zum anderen eliminierte er in einem hochdramatischen Stechen mit dem Amerikaner Patrick Reed einen absoluten Weltklassespieler. Am Ende gewann mit Schott der Spieler, der seine Nerven halbwegs und damit am besten im Griff hatte.
Schott war als Zweiter in die Abschlussrunde gegangen. In Führung lag sein Spielpartner Callum Hill, der am Ende des Tages einen selten gesehenen Zusammenbruch hinlegen sollte. Nach einem Auf und Ab auf den entscheidenden 18 Löchern gingen Schott, Reed und Hill in ein Dreier-Stechen. Am ersten Extraloch versagten zunächst dem favorisierten Reed die Nerven, als er den Abschlag erst in einen Bunker schlug, dann nicht ordentlich aus dem Sand kam und schließlich ein Bogey notierte.
Die anderen beiden spielten ein Par, sodass die nächste Bahn anstand. Der Schotte Hill schlug als Erster ab und fabrizierte einen Fehler, an dem er noch ein bisschen zu knabbern haben dürfte. Der zweimalige Toursieger verzog seinen Abschlag so weit, dass dieser auf der Driving Range und damit im Aus landete. Hill musste einen Strafschlag hinnehmen und mit Versuch Nummer drei noch einmal abschlagen.
Hill schlägt auf die Driving Range, dann an die Videowand
Dieser Ball landete auf der Bahn, doch auch Hills vierter Schlag geriet derart aus der Richtung, dass er in einer Leinwand am Grün einschlug und von da ins Wasser fiel – nächster Strafschlag. Als Schott schließlich mit dem dritten Schlag das Grün erreichte, hätte er noch mindestens drei Putts Zeit gehabt, um den Sieg einzufahren. Doch das musste er nicht. Der frustrierte Hill gab auf, und Schott stand als Sieger fest.
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Im Sieger-Interview kamen ihm dann die Tränen „Einfach wunderbar, ich bin glücklich und überrascht“, sagte Schott. Ihm würden einfach die Worte fehlen.
2023 hatte er sich für die DP World Tour qualifiziert und seitdem stets um die Tourkarte gekämpft. Nun aber ist Schott früh in der neuen Saison einen großen Schritt in seiner noch jungen Karriere gegangen.
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