Nach dem überraschenden 2:2 des Bundesliga-Tabellenführers FC Bayern München beim Aufsteiger Hamburger SV stand Schiedsrichter Harm Osmers im Zentrum des Münchner Frusts. Ein genervt wirkender FCB-Sportvorstand Max Eberl sprach bei Sky von einem „Schiedsrichter, der etwas überfordert war aus meiner Sicht. Der viele Situationen nicht gut eingeschätzt hat. Das ist meine Meinung“.

Später in den Katakomben des Volksparkstadions legte er nach. Schiedsrichter Harm Osmers sei laut Eberl auf „sehr viele Fallen des HSV reingefallen“ und bezog die Aussage auf das aus seiner Sicht praktizierte Zeitspiel des Gegners.

Teile des Trainerteams marschierten laut „Bild“ direkt nach Abpfiff zur Schiedsrichter-Kabine, belagerten dort Osmers und diskutierten mit ihm. Ebenfalls mit von der Partie: Sturm-Star Harry Kane, der an dieser Szene kopfschüttelnd vorbeiging. Dabei sagte er: „The worst i’ve ever met in football“ („Der Schlechteste, den ich je im Fußball getroffen habe“).

Torwart Manuel Neuer sagte: „Wenn der Schiedsrichter nach dem Spiel ein Thema ist, dann ist es nie ein gutes Zeichen. Ich glaube, es ist immer am besten, wenn der Schiedsrichter nicht thematisiert wird. Weil dann weiß man, dass er das Spiel unter Kontrolle hatte. Aber wenn man so oft auch gefragt wird, dann spricht es nicht dafür.“

Besonders erbost waren die Bayern über zwei Szenen in der Nachspielzeit, für die sie jeweils gern einen Elfmeter bekommen hätten. Zunächst bekam HSV-Verteidiger Elfadli einen Kimmich-Schuss an die Hand (90.+1), dann ging Stanisic im Strafraum nach einem Schubser zu Boden (90.+9).

„Haben einen sehr, sehr harten Monat hinter uns“

Eberl monierte zudem das Verhalten der Ballkinder. „Mich nervt auch die Thematik mit den Ballkindern“, sagte er. „Ich bin froh, wenn wir endlich dieses Ballsystem haben, dass einfach die Bälle am Boden liegen, weil wir diese Balljungen den Ball einfach festhalten. Das nervt einfach und macht das Spiel kaputt“, fügte Eberl hinzu, aber betonte auch, dass die Kritik keine Entschuldigung für das Remis sein solle.

Trainer Vincent Kompany war in seiner Kritik etwas milder. Insgesamt 16 Minuten an Nachspielzeit seien ein Beleg dafür, dass im Spiel etwas passiert sei. „Ich hatte das Gefühl, dass deutliche Situationen einfach kompliziert gemacht worden sind“, sagte er.

Für die Bayern war das Remis das siebte Spiel innerhalb von 21 Tagen. Und nach der ersten Ligapleite gegen den FC Augsburg in der Vorwoche blieben die zuvor so dominanten Bayern auch beim HSV sieglos. „Wir haben einen sehr, sehr harten Monat hinter uns“, sagte Eberl, was „extrem intensiv“ gewesen sei: „Das ist jetzt gerade eine Phase. Da müssen wir mal durch.“

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