Der 1. FC Köln hat sich zu einem wichtigen Sieg gegen den VfL Wolfsburg gezittert. Unter Flutlicht setzte sich die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok knapp mit 1:0 (1:0) gegen die Niedersachsen durch und verbesserte im Tabellenmittelfeld der Bundesliga ihr Punktekonto auf 23 Zähler. Wolfsburg unter Daniel Bauer bleibt bei 19 Punkten. Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Stadion erzielte Linton Maina (29. Minute) zum Auftakt des 20. Spieltags den einzigen Treffer.

„Am Ende ist die Erleichterung groß. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, müssen uns vorwerfen, dass wir kein zweites Tor gemacht haben. Ehrlicherweise müssen wir uns zum Schluss bei unserem Torhüter Marvin Schwäbe bedanken. Fantastische Leistung. Man hat schon gemerkt, dass die Mannschaft etwas zu verlieren hat in den letzten Minuten“, sagte Kölns Geschäftsführer Sport Thomas Kessler bei Sky. „Er trägt uns, hält uns, schon seit Jahren“, lobte Maina.

Amoura fehlt bei Wolfsburg

Überraschend fehlte Wolfsburgs bester Torschütze Mohammed Amoura im Kader – aus disziplinarischen Gründen, wie der Klub vor Anpfiff mitteilte. „Das Team, das Wir steht über allem und da hat sich Mohammed die Woche nicht hundertprozentig dran gehalten“, sagte Bauer bei Sky und sprach von internen Dingen. Nach seiner Gelbsperre zurück kam indes Kapitän Maximilian Arnold. Beim FC saß Shootingstar Said El Mala zunächst wieder auf der Bank.

Während die mitgereisten Gästefans kurz vor Anpfiff Feuerwerksraketen auf der Tribüne zündeten, startete Wolfsburg auf dem Rasen druckvoll und verzeichnete zunächst viel Ballbesitz. Nach einer kurzen Phase der Zurückhaltung fanden auch die Kölner besser in die Partie. VfL-Torhüter Kamil Grabara verhinderte in der 19. Minute den Rückstand mit einem starken Reflex, als Ragnar Ache aus kurzer Distanz frei zum Kopfball kam.

Zehn Minuten später belohnte Maina die nun überlegenen Hausherren mit dem verdienten Führungstor, das auf der Südtribüne rote Leuchtfackeln aufglühen ließ. Nach Zuspiel von Tom Krauß setzte der 26-Jährige einen leicht abgefälschten Flachschuss aus rund 20 Metern unhaltbar ins rechte Eck. Auch danach blieb der FC am Drücker und drängte auf das 2:0, ließ in mehreren gut heraus gespielten Situationen jedoch die nötige Präzision vermissen.

Erste Kölner Pausenführung seit knapp drei Monaten

Auf der Gegenseite meldete sich Patrick Wimmer nach einem Doppelpass mit Christian Eriksen mit einem Schuss über das Tor als seltenes Lebenszeichen der sonst weitgehend harmlosen Gäste (37.). Vor allem die mit bisher in dieser Saison schon mehr als 40 Gegentreffern sehr anfällige Defensive hatte ordentlich zu tun, während nach vorne nur sehr wenig ging. Damit ging der FC zum ersten Mal seit knapp drei Monaten mit einer Führung in die Kabine.

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Der VfL reagierte mit einem Doppelwechsel – Kento Shiogai und Adam Daghim kamen für Lovro Majer und Vinicius Souza – und startete direkt offensiv aktiver. Eine Flanke von Wimmer klärte FC-Keeper Schwäbe spektakulär in der Luft (49.).

Eine Konterchance der Kölner setze Maina – erneut aus der Distanz – ebenfalls knapp am Tor vorbei (69.). In dieser Phase kam der VfL dem Ausgleich jedoch immer näher. Einen Schuss von Adam Daghim blockte Sebastian Sebulonsen im letzten Moment (73.).

Kwasniok reagierte auf das veränderte Spielgeschehen und brachte 15 Minuten vor dem Ende mit El Mala und Jan Thiemann neue Geschwindigkeit. Wolfsburg drückte und drängte und Köln ließ immer wieder hochkarätige Chancen zu, wurde aber am Ende nicht bestraft. Das lag vor allem an Keeper Schwäbe. „Die letzten Wochen waren nicht einfach. Wir konnten uns mit drei Punkten zu Hause belohnen“, sagte Schwäbe bei Sky.

FC-Trainer Kwasniok sprach von einem „Überlebenskampf“ in der zweiten Halbzeit. „Wir haben in der zweiten Halbzeit leider das Fußballspielen eingestellt. Es war schon zu Beginn der zweiten Halbzeit sehr fahrig“, sagte er. „Wir hatten gar keine Entlastung mehr, waren nicht so sauber in den Verteidigungsaktionen. Und dann brauchst du einen guten Torhüter – den hatten wir.“

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