Deutschlands Bundestrainer Alfred Gislason erkannte die deutsche Stärke gegen Kroatien (31:28) ganz genau. „Wir zermürben die in der Abwehr“, sagte er in einer Auszeit, die der Gegner genommen hatte und die von der deutschen Defensive erzwungen wurde. Zuvor hatte das Team rund um Abwehrchef und Kapitän Johannes Golla die kroatische Offensive zur Verzweiflung gebracht.

Es war lange ein enges Duell mit dem vermeintlichen Angstgegner. Zur Pause führte das DHB-Team mit 17:15. Dann drehte die Defensive in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel auf. Sinnbildlich Justus Fischer, der beim Stand von 19:16 in einem kroatischen Angriff gleich drei Würfe blockte. „Das war eine unglaubliche Abwehrleistung da. Ich glaube, das ist Turnierrekord“, sagte Gislason in der ARD zu der Szene. Fischer selbst habe „keine Ahnung, wie das funktioniert hat, aber es hat funktioniert“, sagte er. „Es kam alles zusammen. Das war eines meiner besten Spiele.“

Auch Juri Knorr und Julian Köster trugen sich in die Block-Statistik ein. Dazu parierte Andreas Wolff (13 Paraden) im Zusammenhang mit den hohen Händen seiner Vorderleute fast schon gewohnt stark, bekam die Auszeichnung zum Man of the Match.

Abwehr „entscheidend“ für Finaleinzug, sagt Golla

„Wie geil verteidigen wir denn da bitte gerade“, schwärmte Handball-Ikone Stefan Kretzschmar zeitweise bei Dyn. Kroatien blieb in der Phase nach der Pause acht Minuten ohne eigenen Torerfolg. Das DHB-Team konnte so phasenweise auf sieben Tore wegziehen, dass sich diese Deutlichkeit nicht im Endergebnis niederschlug, lag nur an einigen Fehlern, die sich am Ende der Partie einschlichen.

Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.

Kapitän Golla nannte die Abwehr dann auch „entscheidend“ für den ersten Finaleinzug bei einer Handball-EM seit 2016. „Das ist das, was die deutsche Mannschaft in den vergangenen Jahren immer stark gemacht hat, wenn wir so eine Mauer da hinstellen können – in Verbindung mit den überragenden Torhütern. Und das haben wir auch bis zum Spielende gebraucht, weil vorne haben wir die Bälle nicht mehr so locker reinbekommen“, sagte er in der ARD.

Und der stark aufspielende Köster sagte: „Eine geile Abwehr mit vielen verschiedenen Jungs. Das macht richtig Bock mit der Mannschaft.“

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke