Spannung auch in der Europa League
Am Donnerstag steht in der Europa League der letze Spieltag an. Der VfB Stuttgart benötigt im Heimspiel gegen die Young Boys Bern (21.00 Uhr/Nitro und RTL +) einen Sieg, um zumindest die Mini-Chance in Richtung direkten Achtelfinaleinzug zu wahren. Doch selbst bei drei Punkten ist die Mannschaft von Coach Sebastian Hoeneß auf Schützenhilfe angewiesen. Gelingt der Sprung unter die besten acht Clubs nicht mehr, muss der VfB in die Playoff-Runde.
Der Sport-Club steht besser da, hat auf europäischer Bühne bislang noch keine Niederlage in dieser Saison kassiert und trifft nun in einem Parallelspiel auswärts auf den OSC Lille. Schon ein Punkt reicht den Breisgauern, um die Zwischenrunde zu überspringen. Angesichts der Dreifach-Belastung ist dies das erklärte Ziel des Teams von Trainer Julian Schuster.
Rechnerisch ist für Pokalsieger Stuttgart noch der Sprung unter die Top Acht drin. Doch es wäre eine große Überraschung, könnten die Schwaben den Umweg über die Zwischenrunde vor dem angepeilten Achtelfinale doch noch umgehen.
„Ich habe keine Sekunde einen Tabellenrechner bedient. Das interessiert mich wirklich nicht“, sagte VfB-Trainer Hoeneß. „Das Einzige, was in unserer Hand lieg, ist, dass wir versuchen, mit einer weißen Weste durch die Heimspiele zu kommen. Dann schauen wir, wo wir dann stehen.“ Auch Verteidiger Finn Jeltsch meinte: „Wir haben es nicht durchgerechnet. Wir müssen erst einmal unsere Aufgabe erfüllen. Aber wir glauben natürlich daran.“ Die Playoff-Teilnahme ist sicher.
Die Ligaphase in der Tabelle so weit oben wie möglich abzuschließen, kann für die nächste Etappe helfen. „Umso besser die Platzierung, desto gefühlt schwächer wird dann der nächste Gegner, weil er dann natürlich weiter hinten steht“, sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth.
Die Teams auf den Plätzen 9 bis 16 werden anders als die weiter zurückliegenden Clubs (17 -24) für die Zwischenrunde gesetzt und haben im entscheidenden Rückspiel Heimrecht. Das dürfte für den VfB ein Vorteil sein. Alle drei bisherigen Heim-Auftritte auf europäischer Bühne in dieser Saison gewann der VfB.
Der Trainer der Gäste ist in der Bundesliga gut bekannt: Gerardo Seoane trainierte erst Leverkusen und bis September 2025 Mönchengladbach. Mit Bern steckt der Schweizer Coach im Formtief. In der Europa League kämpft YB noch um das Weiterkommen. Mit neun Punkten belegt Bern Rang 23, die besten 24 kommen in die K.o.-Runde.
„Gerardo Seoane halte ich für einen richtig guten Trainer“, sagte Hoeneß und warnte davor, die Aufgabe zu unterschätzen. Es sei „eine Mannschaft, die gut Fußball spielen kann. Wir werden das Spiel sehr ernst nehmen.“ Warum es für Bern in der Schweizer Liga nicht läuft und das Team auf Platz sechs abrutschte, könne er sich nicht genau erklären.
Wettbewerbsübergreifend schleppt YB fünf Niederlagen nacheinander mit. Die Form spricht also für die Schwaben, die beste Erinnerungen an den Kontrahenten haben: Im Dezember 2024 fertigte der VfB in der Champions League Bern trotz Rückstands mit 5:1 ab.
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