Island steht im Halbfinale der Handball-Europameisterschaft und darf vom zweiten Edelmetall in der EM-Historie träumen. Im letzten Hauptrundenspiel kamen die Nordeuropäer gegen Slowenien zu einem 39:31 (18:16). Wenige Stunden später stand dann fest: Weil Kroatien gegen Ungarn mit 27:25 (13:15) gewann, schließt Island die Gruppe auf Rang zwei ab. Kroatien zieht als Gruppensieger ins Halbfinale ein und trifft im Halbfinale am Freitag um 17.45 Uhr nun auf Deutschland. Weil Dänemark das abschließende Spiel der Gruppe 1 mit 38:24 (19:16) gewann, schloss das DHB-Team auf Rang zwei der Hauptrundengruppe.
Die Isländer um die beiden Magdeburger Rückraum-Stars Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson stehen erst zum dritten Mal in der EM-Geschichte unter den besten vier Mannschaften. 2002 ging man als Vierter leer aus, 2010 gab es mit Bronze die bisher einzige Medaille beim seit 1994 ausgetragenen Kontinentalturnier. Im Halbfinale am Freitag geht es nun um 20.30 Uhr gegen Dänemark.
Schweden ausgeschieden
Im Gruppen-Endspiel in Malmö konnte sich Island zur Freude seiner zahlreichen Fans Mitte der ersten Halbzeit beim 10:7 erstmals ein Drei-Tore-Polster verschaffen. Zehn Minuten nach dem Wechsel wuchs der Vorsprung auf sechs Tore an (26:20). Damit war der Widerstand der Slowenen gebrochen. Bester Werfer beim Sieger war Ellidi Vidarsson vom Bundesligisten VfL Gummersbach mit acht Toren.
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Das zweite Ticket in der Gruppe 2 geht an Kroatien. „Ich glaube, dass die Karten ganz neu gemischt werden“, sagte der Deutschlands Kreisläufer Johannes Golla nach dem Sieg gegen Frankreich im ZDF. „Es war sicherlich gut für uns, dass wir den Kroatien-Fluch besiegt haben. Wir haben uns in den letzten Jahren nicht besonders gut gegen sie angestellt und jetzt in den Testspielen zweimal eine souveräne Leistung gezeigt.“ Deutschland hatte beide Testspiele gegen Kroatien unmittelbar vor EM-Start gewonnen. Fest steht auch: Co-Gastgeber Schweden verpasst das Halbfinale und spielt um Platz 5 gegen Portugal.
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