Den deutschen Handballern droht auch im EM-Halbfinale am Freitag der Ausfall von Abwehrspieler Tom Kiesler. „Als wir das Hotel verlassen haben, hat er im Viertelstundentakt gekotzt. Er hat Magen-Darm. Ich hoffe natürlich, dass wir es hinkriegen, dass er in zwei Tagen spielen kann und keinen angesteckt hat. Er ist Zimmerkollege gewesen mit Miro Schluroff. Also werden wir erst mal auf Schluroff schauen“, erklärte Bundestrainer Alfred Gislason nach dem Sieg gegen Frankreich.

Der Deutsche Handballbund hatte vor dem Spiel gegen den nun ausgeschiedenen Titelverteidiger mitgeteilt, dass Kiesler „nicht spielfähig“ sei. Es war das erste Mal, dass der Abwehrspezialist nicht im Kader stand. Bislang mussten bei der Reduzierung des 18 Mann starken Kaders auf den 16 Mann umfassenden Spieltagskader immer andere dran glauben. Linksaußen Rune Dahmke musste in drei Spielen und damit am häufigsten zusehen.

In der Anfangsphase gegen Frankreich bekam die deutsche Defensive ohne Kiesler zunächst zu wenig Zugriff und konnte Starspieler Dika Mem zu selten stoppen. „Für mich war er bisher der beste Abwehrspieler im Turnier“, lobte Gislason seinen Schützling, der sein EM-Debüt feiert.

Bislang war die deutsche Mannschaft von Verletzungen und Krankheiten weitestgehend verschont geblieben. Viel Zeit zur Regeneration bleibt Kiesler nicht. Das Halbfinale wird am Freitag entweder um 17.45 Uhr oder um 20.30 Uhr angepfiffen.

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