Deutschlands Handballer müssen im wichtigen zweiten EM-Hauptrundenspiel gegen Norwegen möglicherweise auf Kapitän Johannes Golla verzichten. Dem Kreisläufer droht nach seiner Roten Karte aus dem Spiel gegen Portugal eine Sperre. „Das wäre sehr bitter für uns, ihn im nächsten Spiel zu verlieren“, befand Bundestrainer Alfred Gíslason nach dem 32:30 zum Start in die Hauptrunde gegen Portugal.

Der Olympia-Zweite trifft an diesem Samstag (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) auf die Norweger.

In der Schlussphase gegen Portugal war ein Foulspiel des deutschen Führungsspielers an Francisco Costa geahndet worden. Die Schiedsrichter entschieden sich nach Ansicht der Videobilder für den Platzverweis. Aus Sicht von Gíslason traf Golla seinen Gegenspieler aber nicht im Gesicht, sondern an der Brust. „Wenn das eine Rote Karte ist, dann verstehe ich das nicht so richtig. Man kann maximal eine Zwei-Minuten-Strafe geben“, sagte der Isländer.

„Keine Absicht“ betont Golla

Golla selbst sprach von einer unglücklichen Situation. „Ich habe keinen Einfluss darauf. Ich kann nur sagen, dass es keine Absicht war. Ich treffe ihn auch nicht beim ersten Kontakt, sondern beim zweiten. Das ist eine Situation, die so vorkommt. Warten wir ab, was passiert“, sagte Golla.

Teamkollege Miro Schluroff, der mit sieben Toren bester deutscher Werfer war, meinte: „Wenn dadurch jetzt eine Sperre zustande kommt, dann muss ich schon sagen, wäre das ein ganz schönes Ding“.

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