Vor gut einem Jahr war es, als er seinen neuen Job antrat. Red Bull, sein neuer Arbeitgeber, hatte nach Salzburg geladen, um den Königstransfer dort zu präsentieren. Das Medieninteresse war groß. Doch die Präsentation von Jürgen Klopp als neuer „Global Head of Soccer“ sorgte längst nicht mehr für so einen großen Nachhall, wie noch einige Wochen zuvor die Meldung, dass er diesen Job übernehmen wird.

Klopp ist viel gereist seither. Er hat viele Gespräche geführt – mit Spielern, Trainern, Betreuern und Verantwortlichen. Hauptsächlich von den Klubs, die Red Bull gehören. Interesse an einem Comeback als Fußball-Trainer hat er, der im Juni 2024 seinen Job beim FC Liverpool nach neun Jahren beendete, nach wie vor nicht. Bei einer Medienrunde anlässlich des Bundesliga-Spiels von RB Leipzig gegen den FC Bayern München (1:5) reagierte der 58-Jährige amüsiert über Gerüchte, er könnte Nachfolger von Xabi Alonso bei Real Madrid werden.

„Ich bin nicht begeistert, wenn Real Madrid Interesse an mir zeigt, denn das tun sie sowieso nicht wirklich, das ist alles nur Medienrummel“, sagte Klopp laut dem Portal „transfermarkt.de“. Der frühere Erfolgscoach von Borussia Dortmund und des FC Liverpool sei „überrascht, aber gleichzeitig auch nicht“ gewesen, dass sich Real von Alonso getrennt hat. „Es ist Real Madrid; Jupp Heynckes wurde dort entlassen, obwohl er die Champions League gewonnen hatte. Ich weiß nicht, was das über Real Madrid aussagt“, erklärte Klopp.

Zugleich betonte er, dass er seinen Job bei Red Bull aktuell nicht gegen eine andere Tätigkeit eintauschen würde. „Ich weiß, dass ich eine Fußballmannschaft trainieren kann, aber das heißt nicht, dass ich das bis zu meinem letzten Tag machen muss. Ich wollte etwas anderes machen. Red Bull hat mir die Chance gegeben, eine Rolle zu finden, die wir gemeinsam Schritt für Schritt definiert haben. Ich bin persönlich an einem Punkt angelangt, an dem ich vollkommen im Reinen mit mir bin. Ich möchte nirgendwo anders sein“, zitierte ihn die „New York Times“.

Ansprechpartner für Trainer

Als Global Head of Soccer sieht er sich nicht in der Rolle, Trainer für Leipzig oder die anderen RB-Clubs New York in den USA, Bragantino in Brasilien, Omiya Ardija in Japan oder Salzburg in Österreich zu verpflichten. Auch am FC Paris hat Red Bull Anteile. „Kürzlich hörte ich, ich sei der Totengräber für Trainer, aber das ist der letzte Titel, den ich jemals haben möchte“, sagte Klopp. Er sehe sich in einer Beraterfunktion mit Macht. „Das bedeutet, ich höre zu und verlasse mich stark auf die Menschen in den Klubs. Manchmal beruhige ich Dinge, manchmal treffe ich Entscheidungen“, betonte Klopp.

In seiner Funktion als Berater wolle er zuvorderst als Ansprechpartner für die Trainer aller RB-Klubs da sein. In seiner Zeit als Coach habe er oft allein in seinem Büro Entscheidungen treffen müssen. „Meine Idee für unsere Trainer ist es, genau derjenige zu sein, den ich selbst nie hatte“, sagte Klopp.

Viele Leute würden Ratschläge geben oder tolle Ideen haben, aber es sei nicht einfach, eine endgültige Entscheidung zu treffen. „Deshalb möchte ich jetzt, in den Momenten, in denen sich die Coaches allein fühlen, für sie da sein“, sagte der 58-Jährige. Und weiter: „Sprecht mit mir darüber. Ich werde euch nicht verurteilen. Der Coach muss derjenige im Team sein, der immer eine Antwort parat hat. Ich möchte ihm helfen, diese Antworten zu finden.“

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