Dino Toppmöller ist seinen Job los. Wie Eintracht Frankfurt am Sonntag bestätigte, wurde der Trainer entlassen. Zunächst hatten Sky und die „Bild“ berichtet. „Ich hätte sehr gerne mit dieser Mannschaft weitergearbeitet und mich weiter den Herausforderungen, die da sind, gestellt. Aber ich akzeptiere die Entscheidung“, wird Toppmöller in einer Vereinsmeldung zitiert. Er bedankte sich für das Vertrauen des Vereins. „Es war mir eine Ehre. Ich wünsche der Eintracht ruhigere und vor allem erfolgreiche Zeiten“, sagte Toppmöller.

Der Coach stand schon seit Längerem in der Kritik. Vor allem die Defensiv-Probleme hat er nicht in den Griff bekommen. In 18 Ligaspielen hat seine Mannschaft schon 39 Gegentore hinnehmen müssen. Nur Heidenheim hat genauso viele Gegentreffer kassiert.

Allein in den ersten drei Punktspielen des Jahres kassierten die Frankfurter neun Gegentore. Und mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Ligaspielen drohen die Hessen zudem die Europapokal-Plätze aus den Augen zu verlieren. Die Eintracht steht in der Bundesliga-Tabelle auf Rang sieben.

Schon unmittelbar nach dem glücklichen Last-Minute-3:3 der Frankfurter zum Rückrunden-Auftakt bei Werder Bremen am Freitag standen die Zeichen auf Abschied. Sportvorstand Markus Krösche hatte ein Bekenntnis zu Toppmöller im Anschluss vermieden. Der Frage, ob es mit Toppmöller weitergehe, wich Krösche aus. „Wir besprechen das jetzt. Wir müssen die Themen angehen und müssen sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen“, sagte er stattdessen.

In der Mitteilung des Vereins fand Krösche nun zunächst lobende Worte. „Dino Toppmöller hat sich jederzeit voll mit Eintracht Frankfurt identifiziert und täglich mit großer Leidenschaft für diesen Klub gearbeitet. Wir schätzen seine fachliche Kompetenz, seine Professionalität, seine akribische Arbeitsweise und seinen menschlichen Umgang mit der Mannschaft sehr“, sagte er. Dann folgte das große Aber: „Dennoch sind wir in der sportlichen Führung und gemeinschaftlich im Vorstand nach intensiver interner Bewertung zu der Überzeugung gelangt, dass wir aufgrund der rückläufigen Entwicklung in den letzten Wochen einen neuen sportlichen Impuls benötigen.“

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Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte es am Samstag ein Krisengespräch zur Lage rund um Toppmöller gegeben. Das Ergebnis steht nun mit einem Tag Verzögerung fest.

Toppmöller kam im Juli 2023 als Nachfolger von Oliver Glasner an den Main. In seiner ersten Saison führte er die Eintracht zunächst auf Platz sechs in die Europa League, in der zweiten Saison auf Platz drei und damit in die Champions League.

Dort sind die Frankfurter schon am Mittwoch (18.45 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) im Spiel bei Qarabag Agdam in Aserbaidschan gefordert. Es droht das frühe Aus. Frankfurt steht mit vier Punkten nur auf Platz 30. Nur die besten 24 Mannschaften der Ligaphase kommen eine Runde weiter. Ein externer Nachfolger für Toppmöller wird bis dahin laut „Bild“ noch nicht feststehen. Als heißester Kandidat gilt Ex-Leipzig-Coach Marco Rose. Eine erste Reaktion darauf kam von Stefan Effenberg: „Die Lösung Marco Rose würde ich charmant finden“, sagte er in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. Als Übergangslösung übernehmen U21-Cheftrainer Dennis Schmitt und U19-Trainer Alexander Meier die Mannschaft.

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