Zwei-Tore-Führung, ein Mann mehr - eigentlich läuft für Bayer Leverkusen beim Auswärtsspiel in Bremen alles nach Plan. Doch Werder startet in Unterzahl ein spektakuläres Comeback. Für den neuen Bayer-Coach Erik ten Hag rückt damit der Rauswurf ganz nah.

Nächster herber Rückschlag für den Vizemeister: Bayer Leverkusen hat den ersten Sieg in der neuen Bundesligasaison nach einem bösen Einbruch verpasst. Bei Werder Bremen kam Bayer trotz einer Zwei-Tore-Führung und Überzahl in einer vogelwilden Schlussphase nicht über ein 3:3 (2:1) (Highlights auf RTL+) hinaus.

Topstürmer Patrik Schick (5.) und Debütant Malik Tillman (35.) trafen in einer höchst unterhaltsamen ersten Hälfte für Leverkusen, Schick legte per Foulelfmeter sein zweites Tor nach (64.). Der Bremer Niklas Stark hatte im Vorfeld der Aktion die Gelb-Rote Karte (63.) gesehen. Romano Schmid (44.) per Foulelfmeter, Isaac Schmidt (76.) und Karim Coulibaly (90.+4) gelangen die Tore für Werder.

Die extrem ersatzgeschwächten Bremer belohnten sich in einer verrückten Schlussphase für ihre starke Moral. Leverkusens Coach Erik ten Hag muss hingegen weiter auf seinen Debüterfolg in der Bundesliga warten - und hat nach dem bösen Einbruch noch viel Arbeit vor sich. Womöglich steuert er sogar schon auf das frühe und unfreiwillige Ende seiner Zeit unter dem Bayer-Kreuz zu: Vor dem Spiel hatte es Berichte gegeben, dass ten Hag entlassen werden könnte, sollte wieder kein Sieg gelingen.

Malik Tillman glänzt bei seinem Leverkusen-Debüt

Bei den Bremern hatte sich vor der Partie auch noch Kapitän Marco Friedl in die ohnehin lange Verletztenliste eingereiht. Für ihn rückte der 18 Jahre alte Coulibaly ins Team - er erlebte zunächst ein ganz bitteres Bundesliga-Startelfdebüt, rettete Werder aber spät. Nathan Tella fing einen schlampigen Pass Coulibalys ab, umkurvte die Werder-Abwehr und bediente Schick mustergültig zur frühen Führung.

Für Bayers prominenten Neuzugang Lucas Vázquez kam die Partie in Bremen noch zu früh, 35-Millionen-Transfer Tillman hingegen bestritt sein erstes Pflichtspiel für die Werkself, die weiter mitten in ihrem XXL-Umbruch steckt. Der Offensivspieler krönte es noch vor der Pause mit seinem abgezockten Abschluss nach schönem Angriff über links.

Stark fliegt und Flekken patzt

Schmids Anschlusstreffer vom Punkt nach einem Foul von Axel Tape im Strafraum brachte kurz darauf die Hoffnung zurück ins Weserstadion. Coulibalys nächster Patzer im Werder-Aufbau blieb unbestraft, weil Christian Kofane den Ball nur an die Latte chipte (45.+1). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ Werder auf der Gegenseite zwei weitere gute Chancen durch Grüll liegen.

Nach dem Seitenwechsel ging es auf dem Rasen wieder kontrollierter zu, ehe Leverkusen die Führung ausbaute. Verteidiger Tapsoba führte einen Abstoß aus, genau in den Lauf von Christian Kofane. Der war im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen - von Ersatzkapitän Stark, der die zweite Gelbe Karte kassierte. Schick ließ sich vom Punkt nicht bitten.

Eine Viertelstunde vor Schluss brachte ein unnötiger Patzer von Bayer-Keeper Mark Flekken die Spannung noch einmal zurück. Danach gerieten die Leverkusener gehörig ins Schwimmen.

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