Absicht unterstellt Augsburgs Trainer Sandro Wagner dem Bayern-Verteidiger Sacha Boey zwar nicht, dessen Reaktion auf die schwere Verletzung von Robin Fellhauer aber verärgert ihn. FCB-Trainer Vincent Kompany nimmt seinen Fußballer in Schutz.
Augsburgs Trainer Sandro Wagner hat nach dem heftigen Zusammenprall seines Spielers Robin Fellhauer mit Sacha Boey leichte Entwarnung gegeben - und scharfe Kritik am Bayern-Profi geäußert. "Das wird schon gut, dauert jetzt aber zwei, drei Wochen. Es ist schon eine schwere Gehirnerschütterung", sagte Wagner nach dem 2:3 des FCA gegen München (Highlights hier auf RTL+) bei Sky. Der 27-Jährige sei auf dem Weg ins Krankenhaus. Danach prangerte der Trainer das Verhalten von Boey und auch der Bayern-Bank mit deutlichen Worten an.
"Es war einfach ein brutales Foul", sagte Wagner, der dem Abwehrspieler der Münchner aber keine Absicht unterstellen wollte. "Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte: Dass er nicht ganz cool weggeht - zu cool für die Welt - sondern direkt Entschuldigung sagt und nicht erst, wenn er sieht, dass der junge Mann sich nicht mehr bewegen kann." Schiedsrichter Florian Exner hatte Boey für das Foul mit einer Gelben Karte verwarnt.
Doch auch das Verhalten der Münchner auf der Gästebank bei der Szene in der Nachspielzeit, in der Boey mit voller Wucht in den Luftzweikampf mit Fellhauer ging und beide Köpfe aneinander prallten, gefiel dem Ex-Bayern-Profi gar nicht. "Der ein oder andere auf der Bank der Bayern" hätte "vielleicht ein bisschen schneller die Synapsen anmachen und sich nicht beschweren" sollen, meinte der 37-Jährige: "Das macht man einfach nicht, egal ob es Bayern ist oder nicht."
Bayern-Trainer Vincent Kompany betonte in der Pressekonferenz, dass sich Boey durchaus entschuldigt habe. "Vielleicht hat er am Anfang die Situation nicht ganz einschätzen können", sagte der Belgier, der Fellhauer im Namen seines Klubs alles Gute wünschte.
Der Augsburg-Profi lag nach dem Zusammenprall minutenlang auf dem Rasen und wurde behandelt. Dann wurde er auf einer Trage vom Platz gebracht. "Wenn die Familie heult und in der Kabine ist und er jetzt ins Krankenhaus muss, dann ist das jetzt keine normale Fußballverletzung, würde ich jetzt sagen", äußerte Wagner.
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