Erst der Transferrekord, dann das erste Erfolgserlebnis in dieser Bundesliga-Saison: Der VfB Stuttgart hat auf den Abschied von Nick Woltemade mit einem sportlichen Ausrufezeichen geantwortet und Borussia Mönchengladbach mit 1:0 (0:0) bezwungen.

Der Trubel um Woltemade, dessen Abschied in Richtung England zu Newcastle United laut Trainer Sebastian Hoeneß ein „herber Verlust“ ist, hatte Einfluss auf das zuweilen ideenlose Offensivspiel der Stuttgarter. Dennoch durften sie nach dem Siegtor von Chema Andrés per Kopf jubeln (79. Minute). Die Spieler des VfB wirkten indes erleichtert, dass nun Klarheit herrscht. „Es ist für beide Seiten gut - und jetzt ist endlich mal Ruhe mit den ganzen Woltemade-Hin-und-Her“, sagte Jamie Leweling in einem DAZN-Interview vor dem Spiel.

Die Stuttgarter bekommen für den 23 Jahre alten Stürmer mehr Geld als je zuvor für einen Spieler: Bis zu 90 Millionen Euro zahlt der Premier-League-Klub, gekommen war Woltemade von Werder Bremen ablösefrei. Auch deswegen befand der frühere VfB-Mittelfeldakteur Sami Khedira: „Dieses Geld nach so einer kurzen Zeit bekommst du wahrscheinlich nie wieder, deswegen hat der VfB meiner Meinung nach richtig gehandelt.“

TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 1:3

Eintracht ist nach einer reifen Vorstellung erstmals seit 13 Jahren wieder mit zwei Siegen in die Bundesliga-Saison gestartet. Der Champions-League-Teilnehmer setzte sich bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 3:1 (2:0) durch und untermauerte den Anspruch einer Spitzenmannschaft.

Zugang Ritsu Doan mit einem Doppelpack in der 17. und 27. Minute und Can Uzun (51.) erzielten die Tore zum verdienten Erfolg der Hessen, die bereits zum Auftakt beim 4:1 gegen Werder Bremen geglänzt hatten und von vielen Experten als schärfster Bayern-Jäger angesehen werden. Für die TSG traf Grischa Prömel (90.+1).

Nur zu Beginn waren die Hausherren, die zum Saisonstart mit einem 2:1 in Leverkusen überrascht hatten, am Drücker. Die Hessen aber waren viel effektiver und durften gleich nach dem ersten Abschluss jubeln. Doan fasste sich aus etwa 18 Metern ein Herz und schlenzte den Ball gekonnt mit dem linken Fuß ins obere Eck. Auch der zweite Versuch der Gäste saß. Kurz nach dem Wechsel erhöhte die Eintracht, als Uzun nach feinem Pass von Doan frei durch war und überlegt vollendete.

RB Leipzig - 1. FC Heidenheim 2:0

Am Ende konnte auch Jürgen Klopp den ersten Sieg des Red-Bull-Vorzeigeklubs in der neuen Meisterschaft beklatschen. Gut eine Woche nach dem Desaster von München bezwang RB Leipzig daheim den 1. FC Heidenheim. Inwiefern das lange auch mühsam wirkende 2:0 (0:0) gegen den Fast-Absteiger der vergangenen Saison als Mutmacher dienen kann, muss sich noch zeigen.

Christoph Baumgartner war es jedenfalls, der in der 48. Minute für die Leipziger das erste Tor in der neuen Saison der Fußball-Bundesliga erzielte. Für den Endstand sorgte Neuzugang Rômulo (78.).

Werder Bremen - Bayer Leverkusen 3:3

Bayer 04 Leverkusen steckt schon zu Beginn der neuen Saison in einer Krise. Der völlig neu formierte Ex-Meister verspielte beim 3:3 (2:1) bei Werder Bremen sogar in Überzahl noch eine 3:1-Führung. Der erst 18-jährige Werder-Verteidiger Karim Coulibaly traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum viel umjubelten Ausgleich für den stark ersatzgeschwächten Außenseiter. Eine Woche nach der Auftaktniederlage gegen Hoffenheim ist der Leverkusener Fehlstart damit perfekt.

Das 1:0 für Bayer erzielte Patrick Schick schon in der 5. Minute. Zum 2:0 (35.) traf Malik Tillman in seinem ersten Pflichtspiel für die Werkself. Der US-Nationalspieler wurde bei Bayern München ausgebildet und für 35 Millionen Euro vom niederländischen Meister PSV Eindhoven verpflichtet.

Der Einsatz des Videobeweises bescherte Werder einen Foulelfmeter, den Romano Schmid kurz vor der Pause zum 1:2 (44.) verwandelte. In der zweiten Halbzeit traf dann erneut Schick (64.) per Strafstoß für Leverkusen. Werders Abwehrchef Niklas Stark hatte zuvor Christian Kofane gefoult und sah dafür Gelb-Rot (63.).

Dass die ersatzgeschwächten Bremer dieses Spiel selbst in Unterzahl noch ausglichen, zeigt die fehlende Stabilität des neu formierten Leverkusener Gebildes. Der Schweizer Isaac Schmidt (76.) nutzte nur wenige Tage nach seiner Verpflichtung einen Fehler des neuen Bayer-Torwarts Mark Flekken. Der Ausgleich fiel per Abstauber nach einem Lattenkopfball von Senne Lynen.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke