Der Bundesrechnungshof warnt einem Medienbericht zufolge vor den steigenden Kosten der gesetzlichen Rentenversicherung. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, warnen die obersten Rechnungsprüfer in einem Schreiben an den Haushaltsausschuss vor einer zunehmenden Belastung des Bundeshaushalts durch neue Rentenleistungen.
Im Extremfall könnte die Rentenversicherung Ende der 2030er-Jahre fast die Hälfte der Steuereinnahmen des Bundes verschlingen, berichtet „Bild“. Die „Steuereinnahmenquote“ könnte auf fast 46 Prozent ansteigen. Bereits heute überweist der Bund mehr als 127 Milliarden Euro pro Jahr an die Rentenkasse.
Besonders teuer sind demnach die Ausweitung der Mütterrente sowie die gesetzliche Festschreibung des Rentenniveaus auf 48 Prozent. Nach Berechnungen des Rechnungshofs könnten diese Maßnahmen den Bund bis 2040 zusätzlich rund 210 Milliarden Euro kosten. Allein die Mütterrente III schlage demnach mit rund 65 Milliarden Euro zu Buche, die Stabilisierung des Rentenniveaus mit weiteren 145 Milliarden Euro. Zusammen ergibt das 210 Milliarden Euro bis 2040.
Der Bundesrechnungshof empfiehlt laut „Bild“, die Belastung des Bundeshaushalts durch die Rentenversicherung stärker zu begrenzen. „Der Belastungsindikator deutet damit auf eine zu hohe Belastung des Bundes durch die Zahlungen an die Rentenversicherung hin“, heißt es in dem Brief. „Der Bundesrechnungshof bleibt bei seiner Empfehlung, die Belastung des Bundes in den Blick zu nehmen und sie zu begrenzen.“
Die Bundesregierung arbeitet an einer Reform der Rentenversicherung. Grundlage dafür sind 33 Empfehlungen der Rentenkommission. Besonders umstritten ist derzeit die Abschaffung der Frühverrentung für langjährig Versicherte.
Die Rentenkommission sprach sich außerdem gegen eine dauerhafte politische Festschreibung des Rentenniveaus auf 48 Prozent aus und setzte stattdessen auf eine Kombination aus gesetzlicher Rente und kapitalgedeckter Zusatzvorsorge.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke