Früher Muckibude, heute Gesundheitsanlage: Fitnessstudios werben mit gesundheitlichen Vorteilen um Kunden. Das wirkt, Mitgliederzahlen steigen. Der Markt ist lukrativ, große Firmen setzen auf Zukäufe.

Die Konsolidierung des deutschen Fitnessstudio-Marktes schreitet voran. Das Bundeskartellamt teilte in Bonn mit, dass es den Kauf der Kölner Studiokette Just Fit durch das deutlich größere Unternehmen LifeFit freigegeben habe. Just Fit hat derzeit den Angaben zufolge 21 Studios im Rheinland, die LifeFit-Gruppe wiederum hat bundesweit 203 Studios unter verschiedenen Marken, darunter Fitness First, Barry's und Elixia. Den Berliner Anbieter Elixia hatte LifeFit erst vergangenes Jahr übernommen.

Kartellamtschef Andreas Mundt sagte, dass die beiden Firmen in Köln zwar im Wettbewerb gestanden hätten. "Der Zusammenschluss konnte trotzdem freigegeben werden, weil das Wettbewerbsgeschehen bei Fitnessstudios in der Kölner Innenstadt dynamisch ist und absehbar auch bleiben wird", so Mundt. 

Große Firmen werden immer größer

Die Übernahme reiht sich in eine lange Liste an Transaktionen am Fitnessstudio-Markt. LifeFit hat 2025 bereits Fit/One gekauft, Basic-Fit verleibte sich Clever Fit ein, und all-inclusive-Fitness (AI Fitness) übernahm Fit Star sowie Fitness Future. Deutschlands Fitnessbranche hat gute Perspektiven, da die Menschen sich tendenziell mehr um ihre Gesundheit kümmern und in einer alternden Gesellschaft lange fit bleiben wollen. Finanzinvestoren sehen beträchtliches Wachstumspotenzial, größere Ketten gewinnen an Bedeutung.

2025 waren laut Branchenverband DSSV in Deutschland 12,3 Millionen Menschen Mitglied in einem Fitnessstudio oder einer anderen Gesundheitsanlage, das waren 5,6 Prozent mehr als 2024. Bundesweit gibt es dem DSSV zufolge 9.647 Anlagen.

"Fitness- und Gesundheitstraining ist für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden", sagt DSSV-Vorstandsmitglied Ralf Capelan. "Die Konsolidierung am Fitnessstudio-Markt läuft, eine große Kette kauft eine kleinere Kette." Um Einzelbetriebe gehe es eher nicht - diese hätten weiter ihre Berechtigung, da sie vor Ort nah am Kunden seien und im individuellen Service punkteten.

dpa

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