Wenn die Bundeswehr bei Rheinmetall einkauft, geht es meistens um Militärgüter für das Heer, ob Panzer oder Artillerie. Für künftige Geschäfte richtet die Waffenfirma ihren Blick nun auf die Marine.

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall baut künftig auch Schiffe. Der Hersteller von Panzern, Artillerie und Munition gab in Düsseldorf bekannt, dass die Übernahme des Bremer Marineunternehmens NVL abgeschlossen sei. Man habe alle kartellrechtlichen Freigaben erhalten und der Firmenübergang sei bereits zum 1. März erfolgt. Verkäufer ist die Bremer Werftengruppe Lürssen, die künftig nur noch Yachten verkauft und sich von ihrer Marinetochter trennt. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Das Kürzel NVL steht für Naval Vessels Lürssen, das Unternehmen mit 2100 Beschäftigten hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro angepeilt, circa zehn Prozent davon sollten auf den Betriebsgewinn (Ebit) entfallen. Rheinmetall hat rund 40.000 Beschäftigte, 2025 wollte die Firma deutlich mehr als 12 Milliarden Euro Umsatz machen. Ihre Jahreszahlen publiziert die größte deutsche Waffenschmiede erst Mitte dieses Monats.

dpa

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