In Potsdam gibt es bei den Tarifgesprächen der Länder erste Fortschritte. Doch die Gewerkschaften fordern mehr als das Angebot der Arbeitgeberseite.

Bei den Tarifgesprächen für mehrere hunderttausend Beschäftigte der Bundesländer außer Hessen hat es in der dritten Verhandlungsrunde Bewegung gegeben. Die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossene Arbeitgeberseite habe im Tagesverlauf bereits ein zweites Tarif-Angebot vorgelegt, hieß es am Donnerstag aus Verhandlungskreisen in Potsdam. Einzelheiten zu den Arbeitgeberangeboten wurden zunächst allerdings noch nicht bekannt.

Verdi und Beamtenbund fordern sieben Prozent, Arbeitgeber bieten fünf

Die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund fordern in der von Warnstreiks begleiteten Tarifrunde sieben Prozent, monatlich jedoch mindestens 300 Euro höhere Entgelte für die rund 925.000 angestellten Beschäftigten der 15 teilnehmenden Bundesländer. Die Arbeitgeberseite hatte am Rande der Verhandlungen Eckpunkte für einen Einigungskorridor von fünf Prozent Lohnzuschlag in mehreren Stufen über 29 Monate in Aussicht gestellt.

Verdi und Beamtenbund wollen keinen schlechteren Tarifabschluss als das 2025 bei Bund und Kommunen abgeschlossene Ergebnis von 5,8 Prozent über 27 Monate akzeptieren. Die Tarifparteien haben sich vorgenommen, in der dritten Tarifrunde in Potsdam bis Freitag eine Einigung zu erzielen.

AFP rw

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