Der SC Freiburg geht als erster Verfolger des Topduos Bayern München und Borussia Dortmund in die Länderspielpause. Gegen den 1. FC Union Berlin siegte Freiburg 2:0 und liegt nach neun Spieltagen mit 19 Punkten nur zwei Zähler hinter den beiden Branchengrößen. Noch nie ist der Klub besser in eine Bundesliga-Saison gestartet.

Rani Khedira (55. Minute/Eigentor) und Yuito Suzuki (67.) trafen zum hoch verdienten Erfolg für die Elf von Trainer Julian Schuster. In den Schlussminuten herrschte kurzzeitig trotzdem Stille im Stadion, nachdem es im SC-Fanblock zu einem Notfalleinsatz gekommen war.

Die nach dem 1:0 in der Conference League auf vier Positionen veränderte Freiburger Startelf dominierte von Beginn gegen die destruktiven Gäste. Union verteidige kollektiv und diszipliniert, hatte Schuster vorab bei DAZN gewarnt: „Es ist wichtig heute, was den Kopf angeht, zu akzeptieren, wenn nicht arg viel passiert.“

Union lief 90 Minuten hinterher und war chancenlos

Lange Zeit tat sich dann auch arg wenig, weil der harten Berliner Beton zunächst hielt. Als die Freiburger vor der Pause zur letzten Drangphase bliesen, bröckelte der Berliner Block. Suzuki zwang Frederik Rönnow mit einem Flachschuss zu einer Glanztat. Wie gut der Union-Torwart drauf war, zeigte er kurz darauf noch mal bei einem Matanovic-Kopfball. Die Dominanz der Badener spiegelte sich auch in der Torschuss-Statistik wider: 12:0 stand es zur Halbzeit.

Khedira trifft ins eigene Tor

Die Elf von Trainer Mauro Lustrinelli verteidigte auch nach der Pause weiter tief, die Freiburger suchten die Lücke – und fanden sie: Jan-Niklas Beste passte den Ball nach einem flotten Angriff in den Strafraum, wo Khedira ins eigene Netz traf.

Quasi im Gegenzug wäre Makengo auf der anderen Seite bei einem Klärungsversuch fast das gleiche Malheur passiert, der Ball sprang dem bis dahin beschäftigungslosen SC-Torwart Mio Backhaus in die Hände. Unter Zugzwang durch den Rückstand wagten die Berliner nun ein paar Ausflüge in die Freiburger Hälfte, klar spielbestimmend blieb aber die Heimelf.

Besonders fein gemacht war das 2:0: Wieder ging es schnell und schnörkellos nach vorn gegen die etwas offeneren Berliner. Scherhant passte präzise in den Lauf von Suzuki, der den Abschluss etwas hinauszögerte und den Ball dann elegant über den machtlosen Rönnow ins Tor stupste. Der Keeper parierte immerhin noch einen Foulelfmeter von Joker Vincenzo Grifo stark.

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