Dank Malek El Mala hat der 1. FC Köln fünf Tage nach der Pokal-Gala gegen Union Berlin auch in der Fußball-Bundesliga zumindest einen Punkt gegen die Köpenicker erkämpft. Der Bruder von Saïd El Mala traf bei seinem Debüt für die FC-Profis in der 79. Minute zum 1:1 (0:1)-Endstand. Der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb damit für beide Mannschaften aus.

Janik Haberer (10.) hatte die Hausherren in Führung gebracht. Seit mittlerweile 17 Bundesliga-Gastspielen warten die Geißböcke auf einen Auswärtssieg. Zuletzt waren sie im Oktober 2025 in der Fremde erfolgreich. Immerhin behauptete der FC durch das Remis seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf Union. Die Eisernen bleiben abstiegsbedroht.

Janik Haberer (links) jubelt mit Teamkollege Zeno Van den Bosch über das 1:0

Nach dem Debakel in Köln hatte Union von einem „Systemabsturz“ gesprochen und sich bei den Fans entschuldigt. Die Sehnsucht nach Wiedergutmachung zeigte schon das Stadionheft: „Bock uff Revanche“ prangte auf dem Titel, dazu Maskottchen Ritter Keule mit seiner Schlagwaffe vor dem Kölner Geißbock.

Union zeigte tatsächlich eine klare Leistungssteigerung. Die Defensive um Marvin Friedrich, der erstmals seit 2022 wieder für Union auflief, stand deutlich kompakter. Pokal-Doppeltorschütze Saïd El Mala, gegen den Lustrinelli eine „Lösung“ angekündigt hatte, blieb zunächst wirkungslos. Dabei zogen sich die Hausherren nach der Führung zurück und überließen Köln das Spiel.

El-Mala-Brüder gemeinsam auf dem Platz

Die Partie plätscherte ohne Höhepunkte dahin. Union verteidigte leidenschaftlich und zeigte seinen typischen Defensiv-Fußball. Kurz vor der Pause wäre fast das 2:0 gefallen, doch FC-Keeper Marvin Schwäbe lenkte einen Schuss von Livan Burcu an die Latte.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst wenig. Union zog sich tief zurück, Köln drängte auf den Ausgleich, blieb aber harmlos. Selbst nach 60 Minuten warteten die Gäste noch auf ihren ersten Torschuss. Die Berliner zerrten zunehmend an den Nerven des FC, wie ein Schubser von Paul Okon-Engstler gegen Kastriot Imeri verdeutlichte.

Wie so oft bekamen die Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei mehr Kampf als spielerische Klasse geboten. Union lauerte auf Konter, ließ aber die nötige Qualität vermissen, um diese gefährlich zu Ende zu spielen. In der 72. Minute kam Malek El Mala dann zu seinem Debüt bei den FC-Profis. Damit sind die El Malas das erste Brüderpaar seit 40 Jahren, das für den FC aufläuft – das bisher letzte waren Klaus und Thomas Allofs in der Saison 1986/87. Wenige Minuten nach seiner Einwechslung jubelte er.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke