Arminia Bielefeld hat seine starke Heimbilanz weiter ausgebaut. Die Ostwestfalen blieben durch das 3:1 (2:0) gegen Eintracht Braunschweig daheim auch im zehnten Zweitligaspiel nacheinander in der Schüco Arena ungeschlagen. Joel Grodowski (27. und 68. Minute) und Maximilian Großer (24.) erzielten vor fast 27.000 Zuschauern die Tore für die Arminia. Aaron Opokus (56.) Anschlusstreffer machte die Partie kurzzeitig wieder spannend.
Doch das Sportliche rückte zunächst in den Hintergrund. Es war ein emotionaler Abend im Zeichen der Trauer um Jugendtrainer Nico Bäumker (†24). Dieser war am Montag infolge eines medizinischen Notfalls im Zusammenhang mit einer Vorerkrankung verstorben, wie der Klub mitgeteilt hatte. Vor dem Anpfiff gedachte der Klub seines Nachwuchscoachs mit einer Schweigeminute. Anschließend brandete Applaus auf.
Bäumker hatte von der U13 bis zur U17 selbst für die Arminia gespielt, bis eine Verletzung seine Karriere früh beendete. Dem Verein blieb er trotzdem treu. 2020 wurde er jüngster Trainer der Akademinia und betreute zuletzt die U11.
Nach der Schweigeminute zeigten die Gastgeber, dass sie ihre Heimserie fortsetzen wollten. Seit Februar verlor die Arminia kein Spiel mehr in der Schüco Arena. Der für Felix Hagmann in die Startelf gerückte Jannik Rochelt vergab die erste große Möglichkeit. Großer und Grodowski machten es später besser. Braunschweig fand trotz Rückenwind aus dem Derbysieg am vergangenen Spieltag gegen Hannover überhaupt nicht ins Spiel, war erschreckend schwach und harmlos.
Braunschweigs Coach Lars Kornetka nahm daher gleich drei Wechsel in der Pause vor. Doch besser wurde es zunächst nicht. Opokus Tor fiel aus dem Nichts, sorgte aber plötzlich für ein offenes Spiel. Nun waren auch die Gästefans, die Hoffnung schöpften, wieder zu hören. Braunschweig agierte nun mit einer ganz anderen Körpersprache und drängte auf den Ausgleich. Bei den Hausherren ging die Souveränität verloren; sie kämpften aber verbissen um die drei Punkte. Grodowski sorgte mit seinem Tor bei den Gästen für Ernüchterung.
VfL Bochum dreht Partie gegen Energie Cottbus
Im zweiten Freitagsspiel gelang es dem VfL Bochum, den Schwung aus dem Pokalsieg gegen Mainz 05 mit in die 2. Bundesliga zu nehmen: Die Mannschaft von Uwe Rösler gewann das Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus mit 2:1 (0:1) und schob sich in der Tabelle vor die Lausitzer. Energie gab zum fünften Mal in Serie eine Führung aus der Hand.
Tolcay Cigerci (21. Minute) brachte die Hausherren zwar per Foulelfmeter in Führung. Philipp Hofmann (70.) und der eingewechselte Christian Rasmussen (88.) drehten die Partie aber zugunsten der Gäste. Für den VfL ist es der erste Liga-Sieg seit Anfang September.
Philipp Hofmann (M.) jubelt nach seinem Tor zum 1:1 mit Christian Rasmussen (l.) und Berkan TazIn einer chancenarmen ersten Hälfte blieben die Gäste offensiv weitgehend harmlos. Cottbus war das bessere Team, ohne sich viele hochkarätige Möglichkeiten zu erspielen. Die Lausitzer profitierten von einem Foul von VfL-Keeper Timo Horn an Energie-Profi Lucas Copado im Strafraum.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Bochum verbessert und hatte zunächst Pech, dass gleich zwei vermeintliche Treffer von Hofmann (53./61.) wegen Abseits aberkannt wurden. Auf der Gegenseite zählte auch ein Traumtor von Justin Butler (55.) aus rund 20 Metern wegen einer Abseitsstellung nicht. Nach dem Ausgleich drückte Cottbus auf den Heimsieg. Christian Kinsombi (82.) vergab aber die beste Chance und musste noch mit ansehen, wie sein Team als Verlierer vom Platz ging.
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