Diese Aussagen lassen Thomas Tuchel überhaupt nicht gut dastehen. In der neuen Ausgabe des Mitgliedermagazins des FC Bayern schießt Sportvorstand Max Eberl indirekt scharf gegen den heutigen Trainer der englischen Nationalelf, der von März 2023 bis Juni 2024 den deutschen Fußball-Rekordmeister trainierte.
Eberl erzählt in dem Interview davon, wie er die Mannschaft bei seinem Amtsantritt im März 2024 vorfand. Er berichtet: „Bei einer Mannschaft wie Bayern ist die Lust mitentscheidend, zusammen etwas Großes zu erreichen. Und darauf hat der Trainer einen Rieseneinfluss. Als ich nach meinem Start im März 2024 die ersten Male im Profihaus war, habe ich gedacht: Was für eine Lethargie. Wie ein Mantel der Schwere.“
Thomas Tuchel arbeitet als Englands Nationaltrainer mit Harry Kane zusammenEine harte Kritik, die nicht ausschließlich, aber in erster Linie gegen Tuchel geht. Denn dieser war zu jenem Zeitpunkt noch Bayern-Trainer und damit Hauptverantwortlicher für den Zustand seines Teams.
Dazu passt: Eberl nennt Tuchels Nachfolger Vincent Kompany als Hauptgrund für die inzwischen komplett veränderte harmonische Atmosphäre in der Kabine und im gesamten Verein. Der Sportvorstand sagt rückblickend: „Leute, wir sind beim FC Bayern München! Wir können jedes Jahr Meister werden, wir müssen doch Freude haben. Das hat Vincent Kompany komplett wiederbelebt. Viele Spieler sind dieselben – aber sie wirken wie ausgewechselt.“
Nicht die erste Kritik von Max Eberl an Thomas Tuchel
Es ist nicht das erste Mal, dass Eberl öffentlich gegen Tuchel austeilt. Und auch die Bosse und sogar Ehrenpräsident Uli Hoeneß sowie Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge berichteten in der Vergangenheit schon über atmosphärische Störungen zu Tuchel-Zeiten – im Team und im gesamten Verein.
Umso kurioser: Nach der vorzeitigen Trennung von Tuchel nach der Saison 2023/24, dessen Vertrag in München ursprünglich bis Juni 2025 gültig war, wollte Eberl zwischenzeitlich doch noch mit Tuchel weitermachen – auch, weil zuvor mehrere Wunschkandidaten wie Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick abgesagt hatten.
Nachdem aber auch aus der Rolle rückwärts mit Tuchel nichts wurde, holte Eberl im Sommer 2024 letztlich Kompany für rund 10,5 Millionen Euro vom damaligen Premier-League-Absteiger FC Burnley. Der Belgier befriedete nicht nur den gesamten Klub, sondern gewann auch schon zwei Meisterschaften, einen DFB-Pokal und schaffte es vergangene Saison bis ins Halbfinale der Champions League.
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