Tyrese Haliburton wischte sich eine Träne aus dem rechten Auge und schluchzte. „Es bedeutet mir viel, wieder da draußen zu sein“, sagte der Basketball-Star der Indiana Pacers nach seinem besonderen Comeback in der NBA mit stockender Stimme. 486 Tage hatte der Spielmacher der Pacers nicht mehr in der besten Liga der Welt gespielt, seit er sich im siebten Finalspiel 2025 die Achillessehne riss.
„Es war eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich sage dir: Was bei mir dieses Gefühl ausgelöst hat, war der Anblick all der Pacers-Fans hier in New Orleans. Das war etwas Besonderes“, schilderte der 26-Jährige. Als er den Stolz auf seine Mannschaft ausdrückte, stockte ihm erneut die Stimme. Das 123:120 bei den New Orleans Pelicans bescherte Haliburton sportlich das ideale Comeback nach 16 Monaten Pause. Er steuerte 23 Punkte und zwölf Vorlagen bei.
Haliburton hatte nach seiner schweren Verletzung in den Finals Zweifel geäußert, jemals in alter Stärke auf die großen Bühnen der Basketball-Welt zurückkehren zu können. „Er ist in einer großartigen körperlichen Verfassung – gerade im Hinblick auf das Tempo und die Art und Weise, wie wir spielen“, lobte Mitspieler Pascal Siakam den Anführer der Pacers.
Und direkt wieder mittendrin: Tyrese Haliburton feiert seinen Korb plus FoulNach Haliburtons Verletzung hatten die Pacers Finalspiel sieben gegen Oklahoma City verloren und in der folgenden Spielzeit ohne ihren Star keine Rolle gespielt. Lediglich 19 Siege holten die Pacers in Abwesenheit von Haliburton. In diesem Jahr gilt Indiana wieder als einer der Mitfavoriten in der Eastern Conference.
Schröder passabel, Steinbach noch nicht dabei
Die deutschen Spieler vollzogen den Start in die NBA-Saison mit unterschiedlichem Erfolg. Welt- und Europameister Dennis Schröder gewann mit den Charlotte Hornets das Auftaktspiel bei seinem Ex-Club Brooklyn Nets um DBB-Kollege Moritz Wagner mit 110:103.
Schröder stand in der Startformation und zeigte eine ordentliche Leistung. Der 33-Jährige erzielte 19 Punkte, zudem steuerte er sechs Assists und vier Rebounds bei. Wagner kam bei den Nets von der Bank und beendete sein erstes Spiel für seinen neuen Arbeitgeber mit sieben Punkten. Der 29-Jährige war in der Sommerpause von den Orlando Magic nach New York gewechselt.
Sein NBA-Debüt feierte indes das deutsch-amerikanische Talent Christian Anderson. Der 20-Jährige, der von Charlotte im vergangenen Draft an 18. Stelle gezogen worden war, kam auf 13 Minuten Spielzeit. Ein Korb gelang dem Nationalspieler dabei nicht, allerdings lieferte er zwei Assists und holte zwei Rebounds. Sein Rookie-Kollege Hannes Steinbach, der vier Positionen vor Anderson gedraftet worden war, kam gegen Brooklyn noch nicht zum Einsatz.
Neues Gesicht in der NBA: der Deutsche Christian AndersonFür die Orlando Magic um Franz Wagner und Tristan da Silva setzte es zum Start in die neue Spielzeit unterdessen eine Niederlage. Das Team aus Florida verlor sein Heimspiel gegen die Atlanta Hawks mit 125:132. Wagner gelangen 22 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists. Damit stand er bei den Magic jedoch im Schatten von Teamkollege Paolo Banchero, der mit 35 Punkten und zehn Rebounds überragte. Da Silva steuerte als Bankspieler ordentliche 14 Punkte bei.
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