Jetzt hat der FC Bayern das größte Festgeldkonto seiner Klubgeschichte. Der Deal des deutschen Fußball-Rekordmeisters mit der Familien-Holding „Viessmann Generations Group“ von Max Viessmann über die letzten noch zu vergebenden fünf Prozent der Anteile an der Fußball-AG des Klubs ist perfekt. Das gab der FC Bayern am Donnerstagvormittag bekannt. Da die Transaktion im Zuge einer Kapitalerhöhung erfolgt, ergibt der rechnerische Wert dieser Beteiligung dann knapp 6,7 Prozent.
Der FC Bayern erhält dafür 250 Millionen Euro, die erst mal komplett auf das legendäre Festgeldkonto wandern und den Verein finanziell noch unabhängiger machen.
Eine Viertelmilliarde für Bayern – das ist ein Finanz-Booster, den der Klub so noch nie erlebt hat. Für die bisherigen Anteile hatten Adidas (Einstieg 2002, Kaufpreis 77 Millionen Euro), Audi (2010/90 Millionen Euro) und die Allianz (2014/110 Millionen Euro) insgesamt 277 Millionen Euro gezahlt. Rechnet man die Kaufsumme der fünf Prozent von Viessmann jetzt hoch, ist der Klub aktuell fünf Milliarden Euro wert.
Warum verkauft der Klub die Anteile jetzt?
Vereinfacht gesagt: Weil der Partner, der Preis und die Perspektive stimmen und dem Klub langfristig Planungssicherheit garantieren.
Warum fällt die Wahl auf Viessmann?
Das Heiztechnik-Unternehmen arbeitet bereits seit 2018 mit dem Klub zusammen. Der Weltkonzern aus Hessen hat seine Klima-Sparte 2023 für zwölf Milliarden Euro an den US-Konzern Carrier Global verkauft. Einen Großteil des Erlöses investiert Max Viessmann seither in nachhaltige Ökosysteme, Co-Investments und Beteiligungen. Der Sohn von Martin Viessmann (führte das Familienunternehmen von 1979 bis 2016) sitzt seit Frühjahr 2026 im Verwaltungsbeirat des FC Bayern e.V. und gilt als großer Fan des Klubs. Er bekommt jetzt einen Sitz im Aufsichtsrat der mächtigen AG.
Harry Kane soll beim FC Bayern seinen Vertrag verlängern. Geld ist jetzt genug daIn der Bundesliga zieht der Klub (13 Meisterschaften in den vergangenen 14 Jahren) der Konkurrenz damit finanziell noch mal weiter davon. International hilft das Geld, weiter mit den reinen Investorenklubs mitzuhalten. So könnte Bayern jetzt locker 100 Millionen Euro Ablöse für einen Spieler zahlen (was aktuell nicht geplant ist) oder teure Vertragsverlängerungen wie mit Harry Kane oder Michael Olise leichter stemmen.
Laut dem FC Bayern wird das frische Kapital vor allem für Projekte in den Bereichen Nachhaltigkeit, Internationalisierung und Digitalisierung genutzt.
„Die Viessmann Generations Group steht wie der FC Bayern für Werte wie Tradition, Ambition und Innovation. Wir freuen uns, einen Partner langfristig an unserer Seite zu wissen, den wir bereits viele Jahre kennen – und der unseren starken Gesellschafterkreis um ein familiengeführtes internationales Unternehmen ergänzt, das in Generationen denkt“, sagte Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München e.V. und Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG.
Er sagte zudem: „Dieser Schritt stärkt die Eigentümerstruktur der FC Bayern München AG. Zudem vergrößert eine noch einmal deutlich verbesserte Eigenkapitalbasis die Handlungsspielräume in einer Zeit des permanenten Wandels.“
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