Die Chancen von Alexander Zverev auf den baldigen Nummer-1-Platz in der Tennis-Weltrangliste steigen weiter. Der aktuell noch führende Italiener Jannik Sinner kündigte nun auch seinen Verzicht auf das Masters-Turnier in Shanghai vom 7. bis 18. Oktober an.

„Ich habe es immer sehr genossen, vor den Fans in Shanghai zu spielen, und es tut mir wirklich leid, dass ich nächste Woche nicht dabei sein kann“, schrieb Sinner bei Instagram. In Peking, wo Zverev am Samstag ins Viertelfinale einzog, fehlt der 25-Jährige auch. Er muss wegen Knieproblemen pausieren.

Zverev wäre bei den Männern erst der zweite Deutsche nach Boris Becker auf dem Tennisthron. Becker war 1991 insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins der Welt. Für den dreimaligen Wimbledonsieger ist es nur noch „eine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird“, wie er während der US Open bei „sporteurope.tv“ angemerkt hatte.

Noch nicht wieder fit: Jannik Sinner

Zuletzt hatte Zverev mit dem Triumph bei den US Open seinen zweiten Grand-Slam-Sieg gefeiert. Anfang Februar nach den Australian Open hatte Zverev noch mehr als 9.000 Punkte Rückstand auf den damals führenden Carlos Alcaraz und knapp 5.700 auf den zweitplatzierten Sinner gehabt. Sollte Zverev in Peking und Shanghai gewinnen, wäre er die neue Nummer eins der Welt und hätte sich seinen Lebenstraum erfüllt.

Zverev trifft auf Seriensieger Djokovic

In Peking präsentierte sich Zverev souverän. Der zweimalige Grand-Slam-Turniersieger setzte sich gegen den Chinesen Juncheng Shang mit 6:0, 6:3 durch. Er trifft in der chinesischen Hauptstadt nun auf Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic aus Serbien. Zverev verwandelte nach nur 55 Minuten mit einem Ass seinen zweiten Matchball.

Gegen die Nummer 250 der Welt hatte Zverev keinerlei Mühe und zeigte einen fast fehlerlosen Auftritt. Der Chinese nutzte nach dem verlorenen ersten Satz eine Behandlungspause, hielt aber bis zum Schluss durch. Zverev schonte derweil Kräfte für das Aufeinandertreffen mit Djokovic. Der 39-Jährige hatte am Freitag mehr Mühe. Nach knapp drei Stunden Spielzeit schlug er den chinesischen Qualifikanten Bu mit 4:6, 7:6 (2), 6:2.

Damit bleibt Djokovic in Peking ungeschlagen. Er gewann das Event bislang sechsmal und war damit bei jeder Teilnahme erfolgreich, zuletzt im Jahr 2015. Zverev will nun dafür sorgen, dass Djokovic in seinem 32. Spiel in Peking die erste Niederlage kassiert.

„Für mich lief es ziemlich glatt heute. Ich hoffe, es geht so weiter für mich“, sagte Zverev nach der Partie und ergänzte mit Blick auf Djokovic: „Morgen wartet ein schwerer Gegner auf mich. Novak hat hier noch nie verloren und liebt den Court. Aber ich bin bereit.“

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