So offen hat Corinna Schumacher selten über ihre Ehe gesprochen. In der neuen Netflix-Doku „Schumacher ’94 – Die Geburt einer Legende“ (weltweite Veröffentlichung am 2. Oktober) spricht die Ehefrau des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher in einem Clip über ihre Gefühle.
„Du hast Druck, du musst für dein Team viel machen. Der wusste, ich bin aber auch da, wenn er nicht so schnell ist. Und ich glaube, das ist genau der Punkt. Du weißt einfach, dass jemand für dich bedingungslos da ist“, erklärt Corinna Schumacher: „Ob du jetzt die Leistung bringst, oder ob es dir gerade nicht gut geht. Und das ist ja das Wichtige eigentlich. Du musst jemanden haben, der dich unterstützt, im Guten wie im Schlechten.“
„Der Schumacher, der Schumacher“
Das sei das Geheimnis der Schumacher-Liebe. Bedingungslose Unterstützung. Michael und Corinna heirateten im August 1995 – und das, obwohl Corinnas Mutter erst gegen die Beziehung war, wie sie ebenfalls in der Doku verrät: „Meine Mutter war da voll dagegen. Michael war ja immer auf der Go-Kart-Strecke und hat eigentlich immer andere rausgeschubst. Meine Mutter hat immer gesagt: ‚Guck dir den Schumacher an! Selber haben sie eine Go-Kart-Bahn zu Hause, da schmeißen sie jeden raus, der irgendwas falsch macht, und jetzt schmeißt der die Leute raus!’“ Meine Mutter hat dann gesagt: ‚Der Schumacher, der Schumacher.’“
Renningenieur bei Benetton: Pat SymondsIn der Doku kommt auch Pat Symonds zu Wort. Der Brite war Schumachers Renningenieur bei Benetton. Er sagt: „Michael lebte für den Moment. Freitag-Qualifying: Da wollte er der Schnellste sein. Zweites Training: Da wollte er der Schnellste sein. Er lebte für den Moment. Ich denke allerdings, dass die etwas reiferen Semester unter uns, die schon mehr Rennerfahrung hatten, wussten, dass es ihm nur auf den Sonntag ankam.“
Am Ende der Saison 1994 steht der erste Weltmeister-Titel von Michael Schumacher. Und der Beginn des Schumi-Hypes in Deutschland. Die Doku „Schumacher ’94 – Die Geburt einer Legende“ fängt die entscheidenden Momente des Jahres ein. Und lässt, neben Corinna und Symonds, weitere Wegbegleiter zu Wort kommen. Unter anderem Entdecker und Ex-Manager Willi Weber und der frühere Benetton-Team-Boss Flavio Briatore.
Dieser Text wurde für das Sportkompetenzcenter (WELT, BILD, SPORTBILD) verfasst und erschien zuerst bei BILD.
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