Im Frühjahr schockte Johannes Liebmann die Schwimmwelt mit drei Weltklassezeiten, darunter einem Europarekord über 800 Meter Freistil. Jetzt gewinnt der 19-Jährige in Paris seinen ersten internationalen Titel auf triumphale Weise: EM-Gold über jene 800 Meter Freistil. Und das auch noch in 7:37,59 Minuten – damit verbessert er seine eigene Bestmarke um 35 Hundertstel. Sven Schwarz, der bei den Weltmeisterschaften 2025 über diese Strecke Zweiter geworden war und dem Liebmann den Europarekord entrissen hatte, holt Silber in 7:41,16 Minuten. Bronze ging an den Ungarn Zalan Sarkany.

Nach Medaillen bei Junioren-Europameisterschaften schwimmt Liebmann, der im Frühjahr zudem in Magdeburg sein Abitur machte, erst seit dieser Saison auf der großen Bühne – und mischt direkt ganz vorne mit. In Paris hat der gebürtige Eckernförder nun noch zwei weitere Medaillenchancen: über 1500 Meter Freistil sowie über die 400-Meter-Distanz.

Auf der längsten Beckenstrecke will auch Schwarz um Gold kämpfen – er geht als WM-Zweiter des Vorjahres auf die 1500 Meter und schwamm hinter Liebmann die weltweit zweitschnellste Zeit des Jahres. Auf Rang drei dieses Rankings übrigens: Oliver Klemet, in Paris schon Dritter über zehn Kilometer im Freiwasser.

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