Der Wechsel von Jackson Irvine nach Japan ist perfekt. Wenige Tage vor dem Saisonstart in der Zweiten Fußball-Bundesliga verkündete der FC St. Pauli den Abschied seines Kapitäns und bestätigte damit Medienberichte. Der 33 Jahre alte australische Nationalspieler und WM-Teilnehmer spielt künftig für den japanischen Erstligisten Cerezo Osaka.
„Jackson ist nach seiner Rückkehr von der WM mit dem Wunsch auf uns zugekommen, den Wechsel nach Japan zu realisieren. Nach intensiven Gesprächen haben wir diesem Wunsch entsprochen“, wurde Sportchef Andreas Bornemann in der Club-Mitteilung zitiert.
Der zentrale Mittelfeldspieler stand bei den Hamburgern seit 2021 unter Vertrag. Drei Jahre später feierte er den Aufstieg mit dem Club in die Bundesliga, ehe St. Pauli in diesem Sommer wieder in die Zweite Liga zurückkehrte. Insgesamt bestritt er 153 Pflichtspiele für die Hanseaten.
Der Profi wurde zum Publikumsliebling, galt in seinem Auftreten auf dem Platz und abseits davon als Identifikationsfigur. In der vergangenen Saison wurde das einstmals enge Verhältnis zwischen Irvine und den Fans und dem Verein distanzierter.
In der vergangenen Saison nicht mehr unumstritten
Unter anderem hatte seine Frau damals ein Foto in den sozialen Medien gepostet, das den damals 32-Jährigen mitten in der Debatte um das israelische Vorgehen im Gaza-Streifen in einem umstrittenen pro-palästinensischen T-Shirt zeigte. Damit sorgte er für eine Polarisierung unter den Fans des Kiez-Clubs.
Nach dem Bundesliga-Abstieg im Mai kritisierte die Führung um Präsident Oke Göttlich und Bornemann den Australier für dessen Äußerungen, der Verein müsse sich auf allen Ebenen hinterfragen. Auch sportlich war es bei Irvine wegen zahlreicher Verletzungspausen nicht gut gelaufen.
In den vergangenen Wochen lud Irvine auf seinen sozialen Netzwerken Bilder hoch, die ihn im Urlaub in Japan zeigten – unter anderem in Osaka. Bei Cerezo spielt Ex-Bundesliga-Profi Shinji Kagawa, der mit Borussia Dortmund 2011 und 2012 Meister wurde. Zuletzt bestritt der BVB auf seiner Japan-Tour ein Testspiel (0:1) gegen den Club aus Osaka.
Am Sonntag startet für den FC St. Pauli die Spielzeit gegen Fürth.
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