Roberto Baggio, Andrea Pirlo, Pep Guardiola und Mario Balotelli trugen einst das Trikot von Brescia Calcio – nun ist die Geschichte des Traditionsvereins auch juristisch beendet. Das Gericht von Brescia in Norditalien hat die Liquidation des Klubs angeordnet. Es ist der letzte Akt einer Krise, die den 1911 gegründeten Verein bereits im Sommer 2025 aus Italiens Profifußball gedrängt hatte.

Damals erhielt Brescia keine Lizenz für die Saison 2025/26 in der Serie C. Club-Präsident Massimo Cellino hatte die notwendigen finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllt, der Fußballverband FIGC entzog dem Verein daraufhin die Zulassung. Nach 114 Jahren verschwand Brescia damit aus dem Profifußball.

Vorausgegangen war ein Absturz innerhalb weniger Monate. Wegen finanzieller Verstöße und ausstehender Zahlungen war Brescia in der Serie B mit einem Punktabzug belegt worden und stieg anschließend ab. Hintergrund waren unter anderem Steuerguthaben, die zur Begleichung von Gehältern und Abgaben genutzt worden waren, sich später aber als nicht existent herausstellten.

In Brescia gibt es einen neuen Profiverein

Mit der angeordneten Liquidation beginnt jetzt die offizielle Abwicklung des Traditionsvereins. Die Schulden sollen sich Medienberichten zufolge mittlerweile auf fast 20 Millionen Euro belaufen. Brescia hatte über Jahrzehnte zu den bekannten Namen des italienischen Fußballs gehört. Neben Baggio, Pirlo und Guardiola spielten auch Stars wie der Rumäne Gheorghe Hagi, der spätere Bayern-Stürmer Luca Toni oder Alessandro Altobelli für den Klub.

Brescia Calcio wurde nach dem Entzug der Lizenz schon im Sommer 2025 aufgelöst. In Brescia gibt es inzwischen wieder einen Profiverein: Der neue Club Union Brescia strebt diese Saison den Aufstieg von der Serie C in die Serie B an. Was mit dem historischen Namen von Brescia Calcio passiert, ist noch unklar.

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