Kevin Keegan, englische Fußball-Legende und ehemaliger HSV-Profi, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Das bestätigt seine Familie. Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass bei Keegan Magenkrebs diagnostiziert worden war.
In einer Erklärung gegenüber dem britischen Sender Sky UK teilte die Familie von Keegan mit: „Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass Kevin Keegan im Alter von 75 Jahren verstorben ist. Der ehemalige englische Nationalspieler und Trainer hatte gegen den Krebs gekämpft und war in seinen letzten Augenblicken von seiner Frau und seinen Töchtern umgeben. Kevin, zweifacher Gewinner des Ballon d’Or, war ein sehr geliebter Ehemann, Vater und Großvater. Die Familie möchte Kevins großartigem medizinischen Team für all seine Unterstützung danken. Dies ist eine äußerst schwere Zeit, und sie bitten um Rückzug und Privatsphäre.“
Keegan wurde als Stürmer des FC Liverpool berühmt: In 322 Spielen für die „Reds“ erzielte er hundert Treffer und lieferte 88 Vorlagen. Während seiner Zeit an der Anfield Road gewann er unter anderem dreimal den englischen Meistertitel. Von 1977 bis 1980 spielte er dann für den HSV (40 Tore in 113 Einsätzen). Sein Transfer galt damals als Sensation, 1979 gewann Keegan mit den Hamburgern die Deutsche Meisterschaft.
Hrubesch: „Ein großartiger Kamerad beim HSV“
„Ich bin immens traurig“, sagte sein damaliger HSV-Mitspieler Horst Hrubesch gegenüber „Bild“: „Schade, dass so ein toller Mensch von uns gegangen ist. Als Typ war er unerreicht. Er war immer gerade und ehrlich, war allen Menschen gegenüber offen und freundlich. Zudem war er ein großartiger Mitspieler und Kamerad beim HSV. Es war eine große Ehre, mit ihm spielen zu dürfen.“
Während seiner Zeit beim HSV wurde Keegan zweimal mit dem Ballon d'Or als „Europas Fußballer des Jahres“ geehrt. Von den Liverpool- und HSV-Fans wurde er liebevoll „King Kev“ oder „The Mighty Mouse“, die „Mächtige Maus“, genannt.
Später trainierte Keegan Newcastle United, Fulham, Manchester City und kurzzeitig auch die englische Nationalmannschaft (Februar 1999 bis Oktober 2000). Nach dem Vorrunden-Aus bei der EM 2000 und einer Niederlage gegen Deutschland musste er dann gehen.
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