Am Etappenziel der Tour de France hat am Sonntag der Fahrer eines Pressefahrzeugs eine Absperrung durchbrochen und Behördenangaben zufolge acht Menschen verletzt, einen von ihnen schwer. Wie die Präfektur des Départements Corrèze mitteilte, erlitt der Fahrer eines Wagens der Sportzeitung „L'Equipe“ etwa 500 Meter vor der Ziellinie in Ussel einen „Schwächeanfall“. Demnach durchbrach er die Absperrung der Strecke und verletzte die dahinter stehenden Fans.
Die schwerverletzte Person schwebte den Angaben zufolge nicht in Lebensgefahr, die anderen sieben erlitten nur leichte Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein, um die Umstände des Unfalls aufzuklären.
Die neunte Etappe der Tour de France, die der Niederländer Mathieu Van der Poel gewann, war wegen der aktuellen Hitzewelle um 30 Kilometer verkürzt worden. Es handelte sich um eine Premiere in der Geschichte der Tour de France.
Pogacar regt neuen Rennkalender an
In der Debatte um den Umgang der Tour de France mit der massiven Hitze hat Radsport-Superstar Tadej Pogacar große Veränderungen ins Spiel gebracht. „Wenn ich die Macht hätte, würde ich den gesamten Kalender umstellen und im Juli und August nicht an heißen Orten fahren“, sagte der Slowene nach der neunten Etappe in Ussel, wie mehrere Medien berichteten. „Ich würde einen völlig anderen Kalender aufstellen, aber das liegt nicht in meiner Macht.“
Die Hitze ist sein größter Gegner: Tadej Pogacar ist der Konkurrenz bereits weit enteiltDas Teilstück im Zentralmassiv war wegen der anhaltenden Hitzewelle in Frankreich mit Temperaturen um die 40 Grad von den Organisatoren um 30 Kilometer verkürzt worden. Seit dem Start der Tour ist es sehr heiß. Das hatte Diskussionen über Lösungen für das Problem ausgelöst – etwa Starts am frühen Morgen.
„Vielleicht besteht der nächste Schritt darin, die Etappen früher zu starten. Gestern gab es einen Vorschlag, um 10.00 Uhr zu starten, aber das ändert nichts, denn dann kommt man immer noch in der Hitze ins Ziel“, sagte Pogacar. „Man muss um 8.00 oder 9.00 Uhr starten. Oder sogar noch früher. Das ist zwar ein bisschen beschissen, aber ich glaube, der Körper kann sich daran gewöhnen, um 5.00 Uhr morgens aufzustehen und um 8.00 Uhr eine Etappe zu fahren.“ Insgesamt hätten sich die Teams aber gut auf die Temperaturen eingestellt.
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