„Manchmal verändert sich das Leben innerhalb weniger Stunden.“ So beginnt der Spendenaufruf auf der Plattform „GoFundMe“ für einen ehemaligen Bundesliga-Spieler. Kreso Kovacec machte 28 Bundesligaspiele für Hansa Rostock, stieg mit Tennis Borussia Berlin in die 2. Liga auf und erzielte 40 Tore in 72 Spielen für Hannover 96. Jetzt liegt der 56-jährige Familienvater im Koma und kämpft um sein Leben.

Wegen einer plötzlich gerissenen Aorta musste Kovacec notoperiert werden. In der zwölfstündigen OP wurde auch seine Herzklappe ersetzt. Es kam zu Komplikationen, die eine weitere Notoperation am Gehirn erforderlich machten. Der einstige Torjäger erlitt einen schweren Schlaganfall und eine Hirnblutung. Er liegt seitdem im Koma und befindet sich in einem kritischen Zustand.

Ein langjähriger Freund hat die Spendenaktion mit Einverständnis der Familie gestartet und schreibt: „Seine Frau und seine beiden Kinder im Alter von neun und 15 Jahren erleben seitdem den schwersten Albtraum ihres Lebens. Die Ärzte tun alles, was in ihrer Macht steht. Doch derzeit kann niemand sagen, welchen Weg Kreso gehen wird.“

Kovacec arbeitete zuletzt als Gebrauchtwagenverkäufer

Kovacec wurde 1969 im jugoslawischen Krapina (heute Kroatien) geboren, wuchs in Hamburg auf. Nach einem missglückten Jahr beim VfL Bochum startete er bei Hannover 96 und TeBe Berlin durch und wechselte 1999 nach Rostock in die Bundesliga. Für Hansa kam er in drei Spielzeiten auf 28 Einsätze (drei Tore). Danach spielte er noch beim FC Augsburg und bei der SV Elversberg. Kovacec ließ seine Karriere beim unterklassigen DJK Augsburg-Lechhausen ausklingen.

Zuletzt arbeitete er als Gebrauchtwagenverkäufer. Sein jüngster Sohn spielt im Nachwuchs des FC Augsburg, gilt als Riesentalent. Im Spendenaufruf heißt es: „Neben der unfassbaren emotionalen Belastung steht seine Familie plötzlich vor großen finanziellen Herausforderungen. Durch den Wegfall seines Einkommens fehlt die wichtigste finanzielle Grundlage. Sollte Kreso diesen schweren Kampf überstehen, werden vermutlich eine lange Rehabilitation, Pflege, Hilfsmittel und möglicherweise ein Umzug in eine barrierefreie Wohnung notwendig.“ Bislang sind etwas mehr als 30.000 Euro an Spenden zusammengekommen.

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