MagentaTV-Kommentator Christian Straßburger hat Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann hart kritisiert. Dabei sind für ihn vor allem Nagelsmanns bockige Auftritte während der WM und die Kommunikation mit den Medien unerklärlich.
Der WM-Kommentator wird im „Bild“-Podcast „Stammplatz“ deutlich: „Ich weiß nicht, wann er aufgehört hat, am Bundestrainer-Job Spaß zu haben. Ich habe mir irgendwann die Frage gestellt, wo er denn Freude ausstrahlt? Wo auch immer er das verloren hat, er muss zurückgehen an diesen Ort und sich besinnen. Weil so funktioniert das im Fußball auf gar keinen Fall. Es war nur noch destruktiv, es war nur noch genervt. Der hat unsere Kollegen bei ganz normalen Fragen dermaßen auflaufen lassen und für blöd verkauft. Das fand ich schon respektlos und unverschämt.“
„Wenn dieser Pass eine Peperoni wäre, bräuchte man mehrere Liter Milch“, kommentierte Christian Straßburger bei dieser WM schonFür Straßburger war auch Nagelsmanns Auftritt nach dem peinlichen Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay (4:5 n.E.) unpassend: „Wenn es dann nach dem Aus um deine Zukunft geht, dann sagst du: ‚Das spielt jetzt keine Rolle, wir sind alle enttäuscht, wir müssen uns jetzt erstmal alle zusammensetzen.’ Als er dann sagte, er sei bereit, auch die Nations League und die EM vorzubereiten, habe ich gedacht: Das war's.“
Dabei war der MagentaTV-Kommentator nach der EM im eigenen Land noch voll des Lobes für Nagelsmann: „Er hatte das Land in seiner Hand. Wir sind bei der EM zu Hause im Viertelfinale ausgeschieden – als Deutschland. Das ist eigentlich maßlos enttäuschend. Alle sprachen nur über das Handspiel. Er hat danach eine emotionale Pressekonferenz gegeben. Es hat Tränen gegeben. Er hatte mich als Fußball-Fan.“
Straßburger nimmt auch DFB in die Pflicht
Auch jetzt sieht er den Ex-Bundestrainer nicht als Alleinschuldigen für die Horror-WM: „Nagelsmann ist auch nicht das einzige Problem.“ Straßburger nimmt auch den DFB in die Pflicht: „Dass der Verband ihn alleine so hat walten lassen, ist auch ein Problem. Wo sind denn die Leute, die jetzt Verantwortung übernehmen? Wo sind die Leute, die sagen, dass auch sie Schuld daran haben, dass wir im Sechzehntelfinale ausgeschieden sind und bei den anderen Turnieren versagt haben? Da muss was passieren.“
Wie denkt er über den designierten Bundestrainer Jürgen Klopp? „Er ist der perfekte Nachfolger. Aber diesmal wird es nicht reichen, dass der DFB sich denkt: ‚Wir nehmen ein schönes Pflasterchen, das kleben wir drauf, der Rest bleibt so und dann sind alle glücklich.’“
Straßburger fordert: „Es ist unabdingbar, dass man Jürgen Klopp in den Gesprächen zuhört und dass der ganze Verband, bei diesem Konzept, das er entwickeln will, mitzieht.“
Sollte es so weitergehen wie bisher, prognostiziert er eine düstere Zukunft für die DFB-Elf: „Ich hoffe, dass da mal Fenster geöffnet werden und frische Luft reinkommt. Denn sonst kann das in den nächsten Jahren ganz bitter für uns werden, wenn man an Frankreich, Spanien, England, Norwegen und viele andere Nationen denkt.“
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