Bis kommenden Donnerstag müssen die Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft noch warten, ehe Bundestrainer Julian Nagelsmann sein Aufgebot für die WM in den USA, Kanada und Mexiko bekannt gibt. 26 Spieler dürfen mit zum Turnier reisen.
Die übertragenden deutschen TV-Sender haben ihre WM-Kader hingegen schon preisgegeben. Am Dienstag allerdings überraschte das ZDF mit einer weiteren Nominierung: Christian Streich, der langjährige Trainer des SC Freiburg, wird die Expertenriege um Per Mertesacker und Christoph Kramer, die Weltmeister von 2014, sowie Fritzy Kromp, Trainerin des Frauen-Bundesliga-Teams von Werder Bremen, verstärken.
Damit ist dem ZDF ein Coup gelungen – auch mit Blick auf die prominent aufgestellte Konkurrenz. MagentaTV, das die Rechte an allen 104 WM-Spielen besitzt, setzt auf das Weltmeister-Duo Thomas Müller/Mats Hummels und auf Erfolgscoach Jürgen Klopp, die ARD u. a. auf Bastian Schweinsteiger, ebenfalls Weltmeister von 2014. ZDF und ARD teilen sich die Übertragung von 60 WM-Spielen, darunter alle Spiele der deutschen Mannschaft. 44 WM-Partien laufen exklusiv bei MagentaTV.
Klare Worte, klare Haltung
Für Streich ist es der erste große Experten-Job. Der 60-Jährige war von 2012 bis 2024 Trainer des SC Freiburg, ehe er sich entschied, aufzuhören. Julian Schuster, der unter ihm gespielt hatte, übernahm seinen Posten – und führte Freiburg jüngst ins Finale der Europa League. Streich ist nicht nur bekannt für seine erfolgreiche Arbeit beim SC Freiburg, sondern auch für klare Worte – vor allem auch für eine klare Haltung mit Blick auf Themen, die über den Fußball hinausgehen. Nicht selten nutzte Streich in den vergangenen Jahren die vor einem Spieltag obligatorische Pressekonferenz für tiefgehende Monologe, die große Debatten nach sich zogen.
Christian Streich (hintere Reihe, 2. v. l.) schaute sich jüngst Freiburgs Halbfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Braga anStreich stand letztmals am 18. Mai 2024 in Berlin beim Spiel gegen den 1. FC Union an der Seitenlinie. Freiburg verlor die Partie 1:2 und verpasste dadurch die Qualifikation für das internationale Geschäft.
Im Anschluss machte er sich in der Öffentlichkeit rar – und nahm nur wenige Termine wahr. Im März 2025 etwa war er zu Gast bei der „lit.Cologne“, bei Europas größtem Literaturfestival. Dort sprach er mit Christoph Biermann über die „Bücher meines Lebens“.
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