Frank Schmidt versuchte erst gar nicht, die Situation schönzureden. Nach der Niederlage des 1. FC Heidenheim in Bremen (0:2) am 24. Spieltag betrug der Rückstand auf den Relegationsplatz bereits acht Zähler. Wenig machte dem Trainer Hoffnung, dass seine Mannschaft den Abstieg noch verhindern könne. „Es wäre eine Durchhalteparole, wenn ich sagen würde, dass wir noch eine richtige Chance haben“, sagte Schmidt damals.
Vor dem letzten Spieltag bietet sich den Heidenheimern nun ein komplett anderes Bild. Das Team steckt in einer furiosen Aufholjagd und kann sich noch auf den Relegationsrang retten. Heidenheim streitet sich mit dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg um den 16. Platz, der die Relegation und damit die mögliche Rettung bedeutet. Das Abstiegsfinale in der Bundesliga könnte nicht dramatischer sein – Heidenheim, Wolfsburg und St. Pauli haben jeweils 26 Punkte auf dem Konto. Klar ist: Wer verliert, steigt direkt ab. Klar ist auch: Heidenheim und St. Pauli haben nur eine Chance auf den Klassenerhalt, wenn sie gewinnen.
Das große Endspiel findet in Hamburg statt, wo St. Pauli und Wolfsburg (15.30 Uhr, DAZN und im Liveticker bei WELT) direkt aufeinandertreffen. Der Verlierer dieser Partie steigt definitiv ab. Bei einem Remis muss St. Pauli in jedem Fall runter. Doch selbst den Sieger könnte es erwischen, wenn Heidenheim gegen Mainz (15.30 Uhr, DAZN und im Liveticker bei WELT) gewinnt. Dann würde im Vergleich mit dem Gewinner des Nord-Duells die bessere Tordifferenz über den Gang in die Zweitklassigkeit entscheiden.
Heidenheims Trainer hat „richtig Bock aufs Saisonfinale“
Die beste Ausgangsposition hat Wolfsburg (26 Punkte, -26 Tore) als Tabellen-16. Heidenheim und St. Pauli (beide 26 Punkte, -29 Tore) sind gleichauf, wobei Heidenheim mehr Treffer erzielt hat und deshalb in der Tabelle vor den Hamburgern steht.
Ein Remis zwischen St. Pauli und Wolfsburg würde bei einem Heidenheimer Erfolg den Absturz St. Paulis und Wolfsburgs bedeuten. Gewinnt Heidenheim bei einem Unentschieden in Hamburg nicht, wäre Wolfsburg in der Relegation gegen den Dritten der Zweiten Liga.
„Es wird vieles an Kleinigkeiten hängen“, sagte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking über das Abstiegsfinale in Hamburg. Schmidt gab sich nach dem Sieg in Köln kämpferisch: „Ich habe es gesagt: Wenn uns gelingt, hier beim 1. FC Köln zu gewinnen, dann haben wir richtig Bock aufs Saisonfinale. Wir haben die Chance dazu, das nächste Jahr in der Bundesliga zu spielen.“
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