Der Berliner Senat hat sich einstimmig hinter die Olympia-Pläne des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) gestellt. Das von Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) vorgelegte Konzept Berlin+ für eine Bewerbung um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 geht davon aus, dass bereits 97 Prozent aller Sportstätten für die Wettbewerbe vorhanden sind.

„Wir optimieren das, was Paris uns vorgegeben hat“, sagte Wegner und verdeutlichte die Vorbildfunktion der Spiele von 2024 in der französischen Hauptstadt. „Wir setzen auf City Events. Spektakuläre Wettkämpfe finden vor ikonischen Berliner Kulissen statt. Der öffentliche Raum wird zur Bühne“, ergänzte Spranger.

Die Kosten zur Organisation der Spiele bezifferte Spranger auf 4,82 Milliarden Euro. Demgegenüber werden 5,24 Milliarden an Einnahmen erwartet, sodass rund 420 Millionen Euro als Gewinn erwirtschaftet würden, wie Spranger bei einer Pressekonferenz im Roten Rathaus sagte. Ein Großteil davon solle „Berliner Schulen und dem Breitensport“ zugeführt werden.

„Wir sind überzeugt, dass Spiele in Berlin ein Gewinn wären – weit über den Sport hinaus“, sagte Wegner. „Olympische und Paralympische Spiele können unserer Stadt wichtige Impulse geben und Deutschland als modernen und verlässlichen Gastgeber präsentieren“, fügte er hinzu.

Berlin bemüht sich als einer von vier Kandidaten in der nationalen Vorauswahl um den Zuschlag für die deutsche Olympia-Bewerbung. Konkurrenten sind München, Hamburg und die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum. Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, welcher Kandidat dem Internationalen Olympischen Komitee vorgeschlagen wird. Man solle „mit der Stadt antreten, die international die größte Strahlkraft hat. Und das ist Berlin“, so Wegner.

Begehbare goldene Rampe zum Brandenburger Tor

Seine Stadt will auch neben den Sportstätten die Hauptstadt in olympischer Atmosphäre leuchten lassen. Dabei soll das Brandenburger Tor von westlicher Seite her über eine golden leuchtende Rampe begehbar sein, im ganzen Stadtbild werden die farbigen Ringe als Olympia-Symbol platziert. Eine goldfarbene Zuschauertribüne in Pyramidenform ist auf dem Tempelhofer Feld vorgesehen.

Am Brandenburger Tor ist zudem die Medal Plaza als zentraler Treffpunkt vorgesehen. „Die Medaillenzeremonie vor dem Symbol der Freiheit, das weltweit bekannt ist. Und die Bilder werden etwas machen. Nicht nur in Berlin, nicht nur in Deutschland, sondern weit darüber hinaus. Der olympische Parcours wird das sichtbare Zeichen für die Verbindung von Sport, Kultur und Stadtgesellschaft“, sagte Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin, das sich für das Konzept für die Gastgeberstadt verantwortlich zeigt, „er führt vom Olympiastadion durch die ganze Stadt bis zum Tempelhofer Feld, dem Ort des Eröffnungsspektakels, und macht Olympia zu einem Erlebnis für alle.“

Die geplanten Wettkampfstätten in der Übersicht

Auf dem Tempelhofer Feld soll während der Spiele ein Urban Sports Hub mit den Wettkampfstätten für BMX, Skateboarding, 3x3 Basketball, Klettern und Bogenschießen entstehen. Geplant sind zudem Tennis im Grunewald sowie Boxen und Taekwondo in der Waldbühne.

Anders als bei den anderen drei deutschen Bewerbern wird es in Berlin keinen Bürgerentscheid über die Olympia-Pläne geben. München und NRW hatten bereits deutliche Mehrheiten bei Referenden erhalten. Hamburg lässt Ende Mai abstimmen.

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